Diestedde (mw/bb). Was ist eigentlich ein gutes lokales Medium? Reicht es, wenn die großen Nachrichten aus Berlin, Düsseldorf oder Münster auch bei uns ankommen? Oder gehört nicht viel mehr dazu? Für mich ist die Antwort ziemlich eindeutig: Lokale Medien müssen vor allem dort sein, wo das Leben stattfindet. In Wadersloh (mit Geist), Diestedde, Liesborn (mit Göttingen). Drei Ortsteile , eine Großgemeinde und unzählige Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. Auf dem Sportplatz. Im Schützen- oder Karnevalszelt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr. Im Kindergarten. In den Schulen. Im Ratssaal. Auf dem Marktplatz. Beim Vereinsjubiläum. Bei der Eröffnung eines neuen Geschäfts. Und manchmal auch einfach dort, wo jemand eine Geschichte zu erzählen hat.
Genau dafür gibt es seit 2013 mein Angebot Dorf-Kultur-Leben: Mein-Wadersloh.de.
Eine Heimatzeitung, die ausschließlich hier unterwegs ist
Mein-Wadersloh.de ist bewusst keine gedruckte XXL-Zeitung mit Führungsanspruch und Nachrichten aus der ganzen Welt. Das war nie der Anspruch. Das Besondere ist vielmehr: Diese Seite ist ganz und gar auf unsere Großgemeinde Wadersloh ausgerichtet. Wadersloh, Diestedde und Liesborn sind nicht irgendein Teil eines größeren Verbreitungsgebietes. Sie sind der Mittelpunkt. Das macht einen Unterschied. Denn dadurch können auch die vermeintlich kleinen Geschichten ihren Platz bekommen. Der Verein, der ein Jubiläum feiert. Die KiTa, die ein Sommerfest veranstaltet. Jugendliche, die ein Projekt auf die Beine stellen. Ehrenamtliche, die seit Jahrzehnten ihre Freizeit für andere investieren. Oder Menschen, die etwas Neues ausprobieren und damit unsere Gemeinde bereichern. Viele dieser Geschichten würden ohne lokale Medien schlicht nicht stattfinden, zumindest würden sie nicht öffentlich sichtbar werden.
Schnell, nah dran und persönlich
Mein-Wadersloh.de ist dabei bewusst anders organisiert als eine klassische Tageszeitung. Ich kann natürlich nicht überall gleichzeitig sein. Aber ich kann versuchen, dort zu sein, wo etwas passiert. Und wenn ich mit Fahrrad, gelber Jacke, Kamera und Notizblock unterwegs bin, entsteht genau das, was ich an lokalem Journalismus so liebe: Begegnungen. Ein kurzes Gespräch am Spielfeldrand. Ein spontanes Interview. Ein Foto, das mehr erzählt als ein Dutzend Sätze. Eine Information, die jemand „nur mal eben“ weitergibt und aus der plötzlich eine interessante Geschichte entsteht (z.B. eine Zufallsbegegnung beim letzten Friseurbesuch). Diese Nähe ist für mich keine Nebensache. Sie ist der Kern von Mein-Wadersloh.de.
Lokaljournalismus bedeutet auch: Dinge dokumentieren
Manchmal bekomme ich die Frage: „Liest das überhaupt jemand?“ Meine klare Antwort: Ja! Und gleichzeitig geht es um mehr als den Klick auf einen aktuellen Artikel. Lokale Berichterstattung ist auch ein Stück digitales Gedächtnis unserer Gemeinde. Was heute vielleicht nur eine kleine Veranstaltung ist, kann in einigen Jahren plötzlich eine Erinnerung sein: An einen Verein, der damals sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat. An eine Schule, die ein besonderes Projekt durchgeführt hat. An ein Fest, bei dem eine ganze Dorfgemeinschaft zusammengekommen ist (Glückwunsch nochmal an die Dorfgemeinschaft in Göttingen für das wundevolle Fest am Wochenende!). Deshalb sind Fotos, Berichte und Videos nicht nur Nachrichten für den Moment. Sie dokumentieren ein Stück Heimat.
Warum Unterstützung so wichtig ist
Mein-Wadersloh.de ist unabhängig und (hyper-) lokal. Das klingt zunächst selbstverständlich. Ist es aber nicht. Journalismus kostet Zeit. Recherche kostet Zeit. Termine kosten Zeit. Fotografieren, Schreiben, Videos schneiden, Informationen prüfen, veröffentlichen und anschließend noch die sozialen Medien bespielen. All das passiert nicht nebenbei. Und gerade ein hyperlokales Medium lebt davon, dass Menschen vor Ort bereit sind, diese Arbeit zu unterstützen. Dabei geht es nicht darum, andere Medien schlechtzureden. Im Gegenteil: Eine vielfältige Medienlandschaft ist wichtig. Große regionale Tageszeitungen haben ihre Stärken. Ebenso haben lokale Onlineangebote ihre eigenen Stärken. Wir brauchen beides. Aber wir sollten uns auch bewusst machen, dass ein lokales Medium nur dann dauerhaft existieren kann, wenn seine Arbeit von der lokalen Gemeinschaft getragen wird.
Jeder Klick ist schön. Unterstützung ist noch schöner.
Natürlich freue ich mich über jeden Menschen, der Mein-Wadersloh.de liest, Artikel weiterleitet, Beiträge bei Facebook oder Instagram teilt oder einfach erzählt: „Schau mal, das ist auf Mein-Wadersloh.de.“ Aber wer möchte, dass es auch in Zukunft eine unabhängige, schnelle und persönliche Berichterstattung aus Wadersloh, Diestedde und Liesborn gibt, kann noch mehr tun: Bitte unterstützt den lokalen Journalismus.
Das kann eine finanzielle Unterstützung sein. Eine Mitgliedschaft. Eine Werbepartnerschaft für ein Unternehmen. Ein Hinweis auf eine interessante Geschichte. Oder schlicht die Einladung an einen Verein: „Meldet euch bei Mein-Wadersloh.de, wenn bei euch etwas passiert.“ Denn hinter dieser Internetseite steht kein großer Newsdesk mit dutzenden Redakteurinnen und Redakteuren. Hier steckt vor allem viel Zeit, Leidenschaft und Herzblut für unsere Heimat.
Ich möchte weiter unterwegs sein
Ich habe Mein-Wadersloh.de 2013 gegründet, weil ich davon überzeugt bin, dass unsere Gemeinde Geschichten hat, die erzählt werden sollten. Und daran hat sich nichts geändert. Ich möchte weiterhin mit dem Fahrrad durch Wadersloh, Diestedde und Liesborn fahren. Mit Kamera und Notizblock im Gepäck. Ich möchte Menschen treffen, zuhören, nachfragen und Geschichten erzählen. Nicht jede Geschichte muss groß sein. Aber sie sollte für jemanden wichtig sein. Und vielleicht ist genau das die größte Stärke eines lokalen Mediums: Es schaut nicht nur auf das, was groß und wichtig aussieht. Es schaut auf die Menschen, für die ihre Heimat wichtig ist.
Deshalb meine Bitte:
Wenn euch Mein-Wadersloh.de etwas bedeutet, unterstützt das lokale Medienangebot vor Ort.
Lest die Beiträge. Teilt sie. Erzählt anderen davon. Schickt mir eure Hinweise. Unterstützt das Projekt als Leserinnen und Leser oder als Unternehmen. Denn lokale Medien entstehen nicht irgendwo. Sie entstehen dort, wo Menschen leben, sich engagieren und Geschichten zu erzählen haben. Und genau dort möchte ich weiterhin unterwegs sein.
Euer radelnder Reporter von Dorf. Kultur. Leben: Mein-Wadersloh.de

PS: Danke an alle, die diesen lokalen Journalismus bereits seit Jahren begleiten,
unterstützen und möglich machen.

