Wadersloh (mw/bb). Die Situation der Toilettenanlagen an der Sekundarschule Wadersloh bleibt ein heiß debattiertes Thema. Nachdem die Gemeinde Wadersloh als Trägerin zunächst auf organisatorische und präventive Maßnahmen gesetzt hatte, soll nun erneut über mögliche bauliche Veränderungen beraten werden. Anlass ist ein einstimmiger Beschluss der Schulkonferenz vom 5. Oktober 2026, mit dem sich die Schulgemeinschaft erneut an den Schulträger gewandt hatte.
Konkret geht es um die Toilettenanlagen im Bauteil A der Sekundarschule an der Winkelstraße. Die Schulkonferenz fordert die Gemeinde Wadersloh auf, die aktuelle Situation umfassend zu evaluieren und insbesondere die Wirksamkeit der bislang ergriffenen organisatorischen Maßnahmen zu überprüfen. Dazu gehört auch die Frage, ob die bisherigen Schritte ausreichen oder zusätzliche bauliche Veränderungen notwendig sind. Bereits am 7. September 2026 hatte sich der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport mit der Problematik beschäftigt. Damals beauftragte das Gremium die Verwaltung, gemeinsam mit der Schulleitung organisatorische Maßnahmen umzusetzen. Genannt wurden unter anderem verstärkte Lehreraufsichten, Schülerprojekte und Sensibilisierungskampagnen. Nach einem Jahr sollte deren Wirksamkeit überprüft werden.
Die Schulkonferenz möchte nun, dass die bauliche Frage erneut auf die politische Tagesordnung kommt. In ihrem Antrag verweist sie insbesondere auf die Anliegen der Schulgemeinschaft hinsichtlich Sicherheit, Privatsphäre und eines angemessenen Schutzraums für die Schülerinnen und Schüler. Als mögliche bauliche Veränderung nennt sie den Einbau decken- und bodentiefer Trennwände.
Mögliche bauliche Maßnahmen kosten rund 10.000 Euro
Auch die Verwaltung greift den Antrag in einer Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport auf. Sollte es zeitnah zu einem Umbau der Toilettenanlagen kommen, könnten nach den bisherigen Überlegungen Metallvergitterungen oberhalb und unterhalb der Toilettenkabinen angebracht werden. Die Kosten dafür beziffert die Gemeindeverwaltung auf rund 10.000 Euro. Ob und in welcher Form bauliche Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden, ist noch offen. Einen konkreten Beschlussvorschlag enthält die Verwaltungsvorlage bislang nicht. Dieser soll erst in der Sitzung erarbeitet werden. Mit der erneuten Beratung im Ausschuss steht das Thema bereits am Donnerstag, 12. November 2026, wieder auf der politischen Tagesordnung. Die Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport findet öffentlich statt.
zus. Quelle: Gemeinde


