Wadersloh (mw/bb). Während die Schülerschaft des Johanneums seit gestern ihre große Italienfahrt antritt (und mittlerweile angekommen ist), blickt Wilfried Müller, Geschäftsführer des Schulträgers, mit einem zufriedenen Lächeln auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück: „100 Jahre Gymnasium Johanneum in Wadersloh. Das ist ein Jahr voller spannender Ereignisse“, fasst Wilfried Müller zusammen. Zwei Ereignisse seien dabei besonders herausragend gewesen: „Zum einen das große Schulfest am 5. Juli im Sommer, bei dem wir auch unser neues MINT-Gebäude eröffnen durften. Ein ganz besonderer Höhepunkt, bei bestem Wetter, bester Laune und einer wirklich wunderbaren Veranstaltung.“ Der zweite große Höhepunkt, so Müller weiter, sei nun die Italien-Reise. Auch sonst war das Johanneums-Jahr 2025 ein Jahr der Superlative. MW blickt noch einmal zurück.



Ein (Schul-) Jahr mit vielen Höhepunkten
Den Auftakt ins Jubiläumsjahr bildete Anfang Januar das traditionelle Weihnachtskonzert in der Aula, das dieses Mal ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens stand. Schulorchester, Chor und Solisten sorgten für festliche Klänge, und das Publikum feierte den gelungenen Start in das Jubiläumsjahr mit langem Applaus. Im Frühjahr gestalteten Schülerinnen und Schüler eine kleine Ausstellung mit Werken rund um das Schuljubiläum. Die kreativen Ergebnisse konnten im Museum Abtei Liesborn bestaunt werden.


Im März setzte die Schule ihre musikalische Linie fort: Der Diestedder Mehr-Generationen-Chor unter Leitung von Raul Huesca Valverde brachte mit einem schwungvollen Programm aus Pop, Gospel und klassischen Werken alle Generationen zusammen. Besonders eindrucksvoll war die Begeisterung, mit der Schülerinnen, Eltern und Ehemalige gemeinsam auf der Bühne standen.



Auch für heitere Momente war gesorgt: Comedian René Steinberg gastierte im Mai in der Aula und brachte die Schulgemeinschaft mit pointierten Alltagsbeobachtungen zum Lachen. Sein Auftritt verband Humor mit Nachdenklichkeit und zeigte, dass Bildung auch Leichtigkeit verträgt. Im Juni folgte ein weiterer (musikalischer) Höhepunkt: Der ehemalige Schüler Daniel Pottgüter kehrte für ein Konzert an seine alte Schule zurück. „Daniel hat nicht nur seine Fans mitgebracht, sondern auch neue gewonnen bei seiner Veranstaltung im Juni“, erzählt Müller stolz. Mit seiner Musik und seiner offenen Art schuf der Singer-Songwriter eine besondere Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ein Auftritt, der vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.


Ein Jubiläumsfest mit Strahlkraft für die Zukunft der Schule
Ein besonderes Ereignis war das große Jubiläums-Schulfest am 5. Juli, das zugleich mit der feierlichen Einweihung des neuen MINT-Gebäudes verbunden war. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen auf den Schulhof, um gemeinsam zu feiern. Bei bestem Wetter präsentierten sich Schülergruppen, Arbeitsgemeinschaften und Fachschaften, begleitet von Musik, Spielen und kulinarischen Angeboten.
„Das war ein ganz besonderer Tag, bei bester Laune und mit großem Zusammenhalt“, erinnert sich Müller. „Man konnte spüren, dass das Johanneum eine lebendige Gemeinschaft ist.“



Ein herausragender Moment war die feierliche Eröffnung des neuen MINT-Gebäudes im Rahmen des großen Schulfests. Bei strahlendem Sommerwetter präsentierte sich die Schule der Öffentlichkeit mit diesem modernen Gebäude, das speziell für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik konzipiert wurde. Schülerschaft, Lehrkräfte und Gäste konnten die neuen Laborräume, Werkstätten und Unterrichtseinheiten besichtigen, die nun zeitgemäßes, praxisnahes Lernen ermöglichen. Die Eröffnung symbolisierte nicht nur den Fortschritt in der Ausstattung, sondern unterstrich auch das Bekenntnis des Johanneums zu Innovation, Forschergeist und Bildung für die kommenden Generationen.

Kurz vor der großen Italienfahrt gaben die beiden Ehemaligen Luisa Laakmann und Isabel Nolte noch ein charmantes Konzert in Wohnzimmer-Atmosphäre in der Aula. Sie spielten Eigenkompositionen und Coversongs, begleitet von Anekdoten aus ihrer Schulzeit. Ein weiterer, emotionaler Akzent im vollen Johanneums-Jubiläumskalender.
Das Finale des Schuljubiläums: Italien und dann noch eine Prise Humor zum Schluss
Die Italienfahrt nach Assisi und der gestrige Aufbruch der gesamten Schulgemeinschaft, die sich auf den Weg macht, um sich auf Spurensuche des Heiligen Franziskus zu machen und beim Papst vorbeizuschauen, ist das große Highlight des einzigartigen Jubiläums. Die Reise soll nicht nur spirituelle Erlebnisse bieten, sondern auch die Gemeinschaft der Schule stärken und unvergessliche Momente für alle Beteiligten schaffen.

Bevor sich das Jubiläumsjahr dem Ende zuneigt, steht im November noch ein letztes Highlight auf dem Programm: „Die Daktiker“, Deutschlands dienstältestes Lehrer-Kabarett, gastieren in der Aula. Ihre Mischung aus Satire und Schulerinnerungen passt perfekt zum Jubiläumsthema. Den musikalischen Schlusspunkt bildet das Weihnachtskonzert am 10. Januar 2026, mit dem sich der Kreis des Jubiläumsjahres schließt, wie er begonnen hat.

Während die Schulfamilie in Richtung Süden unterwegs ist, bleibt Müller in Wadersloh zurück und passt auf die 100 Jahre alte Schule auf. Sein Wunsch für die Reisenden: „Wir wünschen, dass alle gesund los- und wiederkommen. Und wir wünschen eine spektakuläre Woche, die die Gemeinschaft stärkt.“ Und mit einem Satz, den er im Rahmen des Jubiläums im Sommer äußerte, sollte er auch Recht behalten: „Wir haben uns gezeigt: 100 Jahre alt und dennoch modern!“
Fotos/Text: B. Brüggenthies



