Besucherrückgang und personelle Änderungen: Pfarrei kündigt neue Gottesdienstordnung an

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Wadersloh (mw/pm). Am Wochenende waren in den Heiligen Messen und Hochämtern die Ankündigung neuer Gottesdienstzeiten ein viel diskutiertes Thema in der Pfarrei St. Margareta. Aufgrund mehrerer personeller Änderungen und auch dem Rückgang von Besuchern der Messen, hat der Pfarreirat am 9. Oktober die Einführung einer neuen Gottedienstordnung beschlossen. Im Folgenden finden Sie eine Erläuterung zur neuen Gottesdienstordnung von Pfarrer Martin Klüsener:

 „Liebe Schwestern und Brüder,

nach langem Überlegen und intensivem Abwägen im Seelsorgeteam, im Liturgieausschuss, in den 5 Gemeindeausschüssen und im Pfarreirat wird es zum 1. Januar 2019 eine neue Gottesdienstordnung geben, die der Pfarreirat auf seiner Sitzung am 9. Oktober 2018 beschlossen hat. An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne die Anlässe und Gründe für die Veränderung der Gottesdienstordnung darlegen. Durch die neue Gottesdienstordnung ist nun in unserer Pfarrei eine Optimierung der Gottesdienstzeiten gegeben. Die neue Gottesdienstordnung bietet eine wirklich sehr ausdifferenzierte Ordnung mit insgesamt 8 verschiedenen Uhrzeiten. Um die große Vielfalt der Gottesdienstzeiten als Gewinn für alle Gläubigen unserer Pfarrei zu sehen, ist es erforderlich, eine noch größere Bereitschaft mitzubringen, auch nicht „vor Ort“ einen Gottesdienst zu besuchen.

Ein aktueller Anlass für die Inkraftsetzung der neuen Gottesdienstordnung zum 1. Januar 2019 ist, dass Kaplan Frankline zum 31. Dezember 2018 seinen Dienst in unserer Pfarrei beendet. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass ein Nachfolger kommt, allerdings frühestens zum April 2019. Im Zusammenhang mit der personellen Besetzung ist ein weiterer Anlass auch die Tatsache, dass Pastor Heinz-Josef Bathe seit Anfang des Jahres 2018 nicht mehr zur Verfügung steht, der sonst jeden Sonntag die 8-Uhr-Messe in Benteler zelebriert hat. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch, dass wir in der Vergangenheit durch längeren krankheitsbedingten Ausfall von Priestern eine Situation hatten, die die Priester sehr gefordert hat. Das sind die aktuellen Anlässe, die dazu geführt haben, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt über die Veränderung der Gottesdienstordnung mit ihren bisher 11 Sonntagsgottesdiensten (incl. Vorabendmessen) nachgedacht haben.Völlig unabhängig davon, dass wir in Zukunft mittelfristig wahrscheinlich auch vier Priester im Team haben werden, möchte ich aber eine Tatsache an dieser Stelle besonders betonen: Ganz wichtig ist zu sehen, dass längst nicht immer alle Priester vor Ort sind, sei es durch Abwesenheit aufgrund von Exerzitien, Fortbildungen, Begleitungen, Urlaub oder Krankheit. Das entspricht jährlich einem Zeitraum von mehr als einem halben Jahr.

Berücksichtigen muss man bei der neuen Gottesdienstordnung auch, dass im Laufe des Samstags sehr oft noch andere Gottesdienste stattfinden: Beerdigungen, Hochzeiten, Goldhochzeiten, neuerdings auch wieder Silberhochzeiten. Insbesondere wir Priester haben nun über einen längeren Zeitraum die Erfahrung gemacht, dass die bisherige Gottesdienstordnung zu sehr „auf Kante genäht ist“. Die Messfeier muss m. E. auch für Priester etwas Besonderes bleiben und darf nicht etwas sein, was man aufgrund der Häufigkeit der zu feiernden Messen schließlich nicht mehr mit ganzem Herzen vollziehen kann. Hinzu kommt, dass Pastoralreferentin Elke Wibbeke ihren Beschäftigungsumfang dauerhaft um 20% verringert hat und dass Pastoralreferent Dominik Potthast im November in Elternzeit gehen wird. Das bedeutet eine Umstrukturierung der seelsorglichen Arbeit. Ein weiterer Grund über die Reduzierung der Gottesdienste nachzudenken ist die Tatsache, dass der Gottesdienstbesuch auch in unserer Pfarrei immer mehr nachlässt. Wir sind bei einem Gottesdienstbesuch von ca. 5 bis 7 % angelangt. An dieser Situation muss sich auf die Seelsorge orientieren. Es ist aus seelsorglicher Sicht nicht gut, die immer weniger werdenden Gottesdienstbesucher auf so viele Messen zu verteilen. Aus der Sicht des Seelsorgeteams ist es besser, das Gemeinschaftserlebnis im Gottesdienst zu stärken. Dies erhoffen wir uns durch die optimierten Gottesdienstzeiten.

Liebe Schwestern und Brüder,

ich hoffe, dass ich Ihnen die Argumente, die uns zu der neuen Gottesdienstordnung veranlasst haben, nachvollziehbar darlegen konnte. Eine Veränderung der Gottesdienstordnung und insbesondere eine Reduzierung von Gottesdiensten ist immer ein schwieriges Thema und deswegen habe ich mich ehrlich gesagt lange davor gescheut, dieses Thema anzugehen. Jetzt aber bin ich gemeinsam mit dem Seelsorgeteam zu der festen Überzeugung gekommen, dass es nun bei allen Schmerzen und allem Unmut, die das bei einigen verursacht, an der Zeit ist, die Gottesdienstordnung zu ändern. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich in den vergangenen Monaten mit ihren Überlegungen in den Diskussionsprozess mit eingebracht haben und bin zuversichtlich, dass die neue Gottesdienstordnung in unserer Pfarrei Akzeptanz finden wird. Diese Gottesdienstordnung wird nach einem Jahr auf den Prüfstand gestellt. Für Rückmeldungen sind wir dankbar.“

Für das Seelsorgeteam

Ihr Pfarrer, Martin Klüsener

So sieht ab dem 1. Januar 2019 die neue Gottesdienstordnung an den Wochenenden aus:

Am Vorabend (Samstag):

17.00 Uhr:    Benteler

17.30 Uhr:    Diestedde    (im Winter)

18.00 Uhr:    Diestedde    (im Sommer)

18.30 Uhr:    Wadersloh

Am Tag (Sonntag):

8.30 Uhr:      Liesborn-Göttingen

9.30 Uhr:      Bad Waldliesborn

10.00 Uhr:    Liesborn

11.00 Uhr:    Wadersloh

18.30 Uhr:    Bad Waldliesborn


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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