Wadersloh (mw/bb). Zum Gedenken an die Novemberpogrome vom 9. November 1938 lädt der Heimatverein Wadersloh e.V. auch in diesem Jahr zu einer Gedenkveranstaltung ein. Das Novembergedenken findet am Montag, 9. November 2026, um 17 Uhr am Rathaus in Wadersloh statt.
Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an die jüdischen Familien, die einst Teil der Dorfgemeinschaft waren und deren Schicksal nicht in Vergessenheit geraten soll. Nach der Begrüßung durch den Heimatverein wird Bürgermeister Christian Thegelkamp ein Grußwort von Sharon Fehr, dem ehemaligen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Münster, vortragen. Wie bereits in den vergangenen Jahren gestalten auch die Sekundarschule Wadersloh und das Gymnasium Johanneum die Veranstaltung mit eigenen Beiträgen. Eine Ansprache hält in diesem Jahr Stefan Wapelhorst, Vorsitzender der Kolpingfamilie Wadersloh.
Der Heimatverein möchte mit dem jährlichen Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern und zugleich ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Angesichts aktueller weltpolitischer Entwicklungen und politischer Veränderungen in Deutschland sei es eine wichtige Aufgabe, die Erinnerung an die Shoah wachzuhalten und als Mahnung für kommende Generationen zu bewahren.
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