Diestedde (mw/bb). Wie geht es mit dem geplanten Netto-Markt, dem Neubaugebiet „In der Breede“ und dem Wohnquartier-Projekt eines privaten Investors am Schloss Crassenstein weiter? Die drei Vorhaben standen am Samstag (17. Oktober) im Mittelpunkt eines Bürgerdialogs der SPD-Fraktion Wadersloh. Bei einem gemeinsamen Dorfspaziergang informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die aktuellen Planungen, diskutierten offene Fragen und brachten ihre eigenen Einschätzungen ein. Neue Entwicklungen gab es bei den drei Projekten – wie auch schon beim Info-Abend der CDU Ortsunion in der Vorwoche – allerdings kaum zu vermelden. Allerdings wurde noch einmal ein wichtiges Stimmungsbild abgefragt.
„Wir wollten als Fraktion vor Ort auch noch einmal schauen, wie die Begebenheiten hier sind und das Ganze nicht nur auf dem Papier sehen. Und vor allen Dingen wollten wir auch darüber sprechen“, erklärte Anne Claßen, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat, die den Bürgerdialog am Samstagnachmittag mitorganisiert hatte.
Lärmschutz und Schützenfest: Fragen zum Neubaugebiet „In der Breede“
Die erste Station des Rundgangs war das Eventhaus „Schloss 6“. Dort ging es zunächst um die Lärmsituation im Zusammenhang mit dem geplanten Neubaugebiet in Nähe des Sport- und Veranstaltungs-Areals. Das Thema hatte bereits in den vergangenen Wochen die Beratungen in den politischen Gremien beschäftigt.
Nach Angaben von Anne Claßen kommt das vorliegende Lärmschutzgutachten zu dem Ergebnis, dass die Situation unter den zugrunde gelegten Annahmen unproblematisch sei. Die zulässigen Veranstaltungen und Lärmwerte seien demnach noch nicht ausgeschöpft. Auch Brauchtumsveranstaltungen wie das Schützenfest und das Himmelfahrtstreffen des Motorradclubs Die Stelle sollten weiterhin möglich sein. An den bestehenden Regelungen ändere sich durch das Neubaugebiet zunächst nichts.
In der Diskussion erinnerten Andreas Buick und Hermann Schröer daran, dass das Schützenfest bereits in der Vergangenheit vom damaligen Landhanels/Raiffeisen-Gelände zum Eventhaus „Schloss 6“ verlegt worden sei. Schröer äußerte zugleich Zweifel daran, dass ein Lärmgutachten sämtliche späteren Situationen zuverlässig abbilden könne. Da solche Gutachten auf theoretischen Annahmen beruhten, sei es wichtig, die Interessen der bestehenden Veranstaltungsorte auch rechtlich abzusichern. Er regte an, mögliche Lärmemissionen im Grundbuch festzuhalten, damit entsprechende Hinweise auch bei einem späteren Grundstücksverkauf Bestand hätten. Etwas Inhaltsgleiches hatte der Bauunternehmer auch beim CDU-Info-Abend geäußert. Anne Claßen bestätigte, dass die Gemeinde Wadersloh derzeit prüfe, wie sich eine solche rechtliche Absicherung umsetzen lasse. Die entsprechenden Fragen würden nach den jüngsten politischen Beratungen weiterverfolgt.
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