Diestedde/Wadersloh (mw/bb). Es war ein sichtbares Zeichen für gelebten Glauben, für Gemeinschaft und für die verbindende Kraft eines alten Brauchtums, das in Wadersloher Ortsteilen mit großem Engagement gepflegt wurde: Die Osterfeuer erhellten am Ostersonntagabend die frühlingshafte Dorf-Idylle. Neben zahllosen privaten Feuern gab es im Gemeindegebiet auch mehrere „öffentliche“ Osterfeuer.
Osterfeuer stehen seit Generationen für „Wärme, Licht und Gemeinschaft“
In Wadersloh begann der Abend traditionell um 19 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Margareta. Anschließend zog die Gemeinde gemeinsam zur Schützenwiese, wo die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) das Osterfeuer gemeinsam mit Pfarrer Martin Klüsener und der stellvertretenden Bürgermeisterin Alexandra Essel entzündete. Im Vorfeld hatte die KLJB keine Kosten und Mühen gescheut, um das Holz aufzuschichten und die Rahmenbedingungen für das besondere Gemeinschaftserlebnis zu schaffen, wie der 1. Vorsitzende Johannes Brakemper und der 2. Vorsitzenden Eric Dohr berichteten. Sie begrüßten stellvertretend für die gesamte Landjugend die Gäste am Abend.







Direkt im Anschluss folgte die Ansprache der stellvertretenden Bürgermeisterin Alexandra Essel, die die Bedeutung des Osterfestes und der Tradition hervorhob. Sie betonte, dass das Osterfeuer seit Generationen für „Wärme, Licht und Gemeinschaft“ stehe und gerade in bewegten Zeiten ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt sei. Zugleich würdigte sie das Engagement der KLJB, die mit großem Einsatz das Material für das Feuer gesammelt hatte, nicht ohne augenzwinkernd auf die Leidenschaft vieler Beteiligter für das Treckerfahren hinzuweisen. Alexandra Essel dankte zudem der katholischen Kirchengemeinde für die Bereitstellung der Festwiese und hob hervor, dass solche Traditionen keine Selbstverständlichkeit seien: „Sie sind Ausdruck von Identität und gelebter Gemeinschaft.“
Die anschließende Segnung des Feuers erfolgte durch Pfarrer Martin Klüsener, der die Segensworte mit einem der ältesten bekannten Osterlieder „Christ ist erstanden“ einleitete. Im Gebet bat er um Gottes Segen für das Feuer und die Menschen: Gott möge als „unvergängliches Licht“ auch die Herzen erleuchten und Hoffnung schenken.
Dann endlich wurde das Feuer entzündet. Rund um die Flammen entwickelte sich schnell das, was das Osterfeuer ausmacht: Gespräche, Begegnungen und ein geselliges Miteinander. Ein Imbisswagen und kühle Getränke sorgten für die passende Stärkung. Besonders Familien nutzten das Angebot wieder gerne und genoßen sichtlich die stimmungsvolle Atmosphäre bei kaltem, aber immerhin trockenem Osterwetter.
Neuer Standort sorgte für noch mehr Atmosphäre in Diestedde
Auch im Ortsteil Diestedde wurde das Osterfeuer am Ostersonntag zu einem Treffpunkt für Jung und Alt. Hier sorgte ein neuer Standort für eine gelungene Änderung. Die Hauptverantwortung der Organisation lag bei Heike Kamphusmann und Thomas Marcher vom Gemeindeausschuss, die gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern aus den Vereinen (Heimatverein und Musikus) das kleine Fest am Ostersontnagabend auf die Beine stellten. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie gut die Zusammenarbeit vor Ort funktionierte: Hand in Hand wurde geplant, aufgebaut und organisiert. Aufgrund des neuen „Büdchens“ am Backhaus, das die Sicht eingeschränkt hätte, wurde das Osterfeuer verlegt und fand anstelle der Pfarrwiese erstmalig am Backhaus-Areal in sicher Entfernung zu den Gebäuden statt. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig: Der neue Platz präsentierte sich kompakter, gemütlicher und insgesamt deutlich stimmungsvoller.


Neben dem Entzünden des Feuers sorgten Osterlieder, eine süße Überraschung für die Kinder sowie ein Angebot an Getränken und Speisen für eine rundum gelungene Veranstaltung. Darüber hinaus stand das Osterfeuer in Diestedde auch im Zeichen des guten Zwecks: Der Erlös der Veranstaltung (die Höhe stand zum Redaktionsschluss nocht nicht fest) ist bereits verplant und kommt zu gleichen Teilen dem Förderverein des Grundschulstandorts Diestedde sowie dem Förderkreis der St.-Nikolaus-KiTa zugute.
Fotos/Text: mw/bb.


