Diestedde (mw/bb). Die Uhren sind auf Sommerzeit gestellt, die Tage werden länger, die Vögel zwitschern, und die Natur erwacht überall zum Leben. Auch in der Tierwelt sind längst die Frühlingsgefühle angekommen: Kröten, Frösche und Molche machen sich wieder auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Seit einigen Wochen sind viele von ihnen unterwegs, oft quer über Straßen, Radwege und Wanderpfade. Gerade in den Abend- und Nachtstunden ist während der Amphibienwanderung besondere Vorsicht geboten. Die kleinen Tiere sind leicht zu übersehen, vor allem bei Dunkelheit und feuchter Witterung.
Grüne Zäune sorgen für mehr Sicherheit
Wie in jedem Jahr haben engagierte ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde Wadersloh sowie dem NABU Warendorf mehrere Kilometer sogenannte Krötenfangzäune errichtet. Diese auffälligen grünen Schutzzäune befinden sich unter anderem:
- an der K14 zwischen Wadersloh und Liesborn
- am Mühlenweg an der Schlossgräfte in Diestedde
Die Amphibien werden entlang der Zäune in Sammelbehältern aufgefangen und täglich von Helferinnen und Helfern sicher zu ihren Laichgewässern gebracht. Dieses bewährte System hilft, zahlreiche Tiere vor dem Tod im Straßenverkehr zu bewahren.

Bitte besonders vorsichtig unterwegs sein
Für Autofahrer, Radfahrende und Spaziergänger gilt daher: Aufmerksam bleiben und das Tempo anpassen! Wer die grünen Zäune sieht oder kleine Tiere auf der Straße entdeckt, sollte langsam fahren und wenn möglich vorsichtig ausweichen. In den kommenden Wochen ist zudem wieder mit Entennachwuchs an der Schlossgräfte in Diestedde zu rechnen. Auch hier bitten wir weiterhin um rücksichtsvolles Verhalten.
Fotos/Text: mw/bb.


