Liesborn (mw). In Liesborn steht ein Baum, der über Generationen hinweg das Ortsbild geprägt und still Geschichte begleitet hat. Die alte Linde an der Straße „Im Klostergarten“ ist nicht nur ein markantes Naturdenkmal, sondern auch ein Symbol für Beständigkeit. Umso schwerer wiegt die Nachricht, dass der alte Baum stirbt. Bündnis 90/Die Grünen regen an, dass ein Teil des Stamms als Totholz erhalten bleiben soll.
Der Vorschlag im Wortlaut:
Die alte Linde an der Straße „Im Klostergarten“ in Liesborn stirbt.
Diese traurige Nachricht musste Herr Tönnies im Umweltausschuss der Gemeinde Wadersloh am vergangenen Mittwoch den Ausschussmitgliedern verkünden. Sie kann nun nicht -wie etwa die alte Femeeiche in Diestedde im Umfeld einer Wiesenfläche – in Würde sterben, sondern muss wegen ihres exponierten Standortes aus verkehrstechnischen Gründen gefällt werden. Wieder wird also in unserer Gemeinde ein Baumdenkmal aus der Liste gestrichen, in den vergangenen 15 Jahren immerhin die vierte Streichung, nicht nur bedauerlich, sondern bedenkenswert.
Bündnis 90/Die Grünen regen an, zu prüfen, ob die Linde gänzlich verschwinden muss, oder ob der untere Stammbereich bis in ca. 1 Meter Höhe erhalten bleiben kann. Totholz in der Natur ist extrem wichtig für den Naturhaushalt, und wer weiß, vielleicht schlägt die „alte Dame“ ja auch noch einmal aus. Linden erkämpfen sich ihre Langlebigkeit durch besondere Robustheit und Zähigkeit. Selbst nach schwerem Bruch kann sie noch aus dem Rest oder dem Wurzelbereich neu ausschlagen und gar im hohlen Zustand noch Jahrzehnte überdauern. Ein solches Beispiel befindet sich in unserer Gemeinde am Bühlheider Weg wo die Naturdenkmallinde nach Fällung in neuen Stammbereichen ausgeschlagen und gewachsen ist.
Bündnis 90/Die Grünen begrüßen es, wenn sich der Kreis Warendorf und der Grundstückseigentümer auf diese weniger radikale Maßnahme einlassen können. So wäre die Linde zwar kein Naturdenkmal mehr, aber ein echtes „Denk-mal“!
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen; Elisabeth Hollenhorst


