Liesborn (mw/bb). Der erste Tag des Kinderweihnachtsmarktes rund um das Museum Abtei Liesborn hat seinem guten Ruf alle Ehre gemacht: Schon kurz nach der Eröffnung strömten zahlreiche Familien auf das Gelände. Was sie erwartete? Ein fröhlich-buntes Adventsspektakel mit Mitmachangeboten, vielen Überraschungen und einem besonderen Auftritt der Feuerwehrkapelle.




„Sehr gut besucht“ lautete die einhellige Rückmeldung der Veranstaltenden des Museums-Teams. Und das war kaum zu übersehen: Überall wurde gewerkelt, gelacht und ausprobiert. Die beliebten Mitmachstände in der KulturRemise (hier stand zudem auch die Rollende Waldschule), im Refektorium (hier unterstützte die KiTa St. Antonius bei der Umsetzung) und in der Museumspädagogik boten viel Abwechslung: Vom Sägen über Drucken und Falten bis zum Stempeln und Malen. Alle Tische waren durchgehend umlagert. Die Kinder präsentierten stolz selbst gestaltete Weihnachtsgeschenke, während Eltern und Großeltern zwischendurch im Pfarrheim bei Kuchen und warmen Getränken verschnauften. Parallel gab es im Klosterhof ein Theaterstück.
Glitzerpfoten sorgen für Staunen: Ausstellung begeistert Jung und Alt
Besonders große Resonanz fand die neue Glitzerpfoten-Weihnachtsausstellung im Museum. Abteikater Theophil, der sich laut Ausstellungserzählung auf weltweite Traditionssuche begeben hat, lockte zahlreiche kleine und große Besucherinnen und Besucher in die atmosphärisch gestaltete Waldlandschaft. Das Museum selbst war am Samstag noch belebter als sonst: Immer wieder mischten sich Bastelkinder und neugierige Ausstellungsgäste.









Die Idee, 23 Adventskalender-Türchen (Anm. d. Red.: Das 24. bleibt bis Heiligabend noch verschlossen) auf einmal öffnen zu dürfen, erwies sich als Publikumsmagnet. Viele Kinder machten sich mit strahlenden Augen auf Entdeckungsreise durch Kaffeekannen-Klappen, Schatztruhen, Puppenhäuser und Kommoden. Immer wieder waren begeisterte Ausrufe zu hören, wenn hinter einem Türchen neue winterliche Miniaturen oder kuriose Bräuche auftauchten. Auch die nachhaltige Schneekugel-Murmelbahn, die Museumstechniker Burkhard Fischer aus alten Fensterprofilen gebaut hat, zog bewundernde Blicke auf sich und wurde direkt und mehrmals bespielt.

Pünktlich um 16 Uhr zog der Nikolaus ein und sorgte für dichtes Gedränge im Museum. Geduldig nahm er sich Zeit für jedes Kind, hörte Wünsche an und verteilte kleine Schokoladen-Überraschungen. Wegen des unbeständigen Wetters musste die Jugendgruppe der Feuerwehrkapelle Liesborn improvisieren: Statt unter freiem Himmel spielte sie kurzerhand im historischen Treppenhaus des Museums. Der spontane Ortswechsel entpuppte sich als Glücksgriff: Die adventlichen Melodien hallten durch die historischen Gemäuer und verliehen dem ganzen Haus eine besondere Wärme. Viele Besucherinnen und Besucher blieben länger als geplant, lauschten und genossen die vorweihnachtliche Atmosphäre.
Ausblick auf Tag 2
Nach dem gelungenen Auftakt am Samstag blickt Liesborn nun mit Vorfreude auf den zweiten Veranstaltungstag am heutigen Sonntag, 7. Dezember. Dann erwartet die Gäste erneut ein volles Programm – von der Aufführung des DRK-Kindergartens „Flohzirkus“ über das Clowntheater „Der Weihnachtstannenmantelbaum“ bis zum beliebten Bilderbuchkino. Auch die Glitzerpfoten-Ausstellung, die Kreativstände und die rollende Waldschule öffnen wieder ihre Türen. Und natürlich kommt der Nikolaus noch einmal vorbei. So dürfte auch Tag zwei wieder ein kleines „Winterwunderland“ im Liesedorf werden.
Fotos/Text: mw/bb.




