Wadersloh (mw/bb). Während andernorts beim Münsterland Giro die Rennradprofis mit Tempo über den Asphalt jagten, ging es in Wadersloh am Tag der Deutschen Einheit deutlich gemächlicher zu, aber nicht weniger eindrucksvoll. Beim traditionellen Kutschenkorso des Reitvereins St. Georg Wadersloh bestimmten die Pferdestärken das Tempo. Statt Carbonrahmen und Rennrädern prägten glänzende Geschirre, gespannte Leinen und gemütliches Hufgetrappel das herbstliche Straßenbild.
Insgesamt 18 Gespanne machten sich am Feiertag auf die gemütliche Rundtour, die traditionell an der Reithalle an der Winkelstraße startete. Warm eingepackt und bester Laune führte die Route durch das Heidenfeld, über den Kleyweg und Dorenbrink, weiter „In der Haue“ bis zur Mittagspause auf dem Hof Hauptmeier. Dort stärkten sich die Teilnehmenden bei einer wohlverdienten Rast, bevor es über Pferdekamp, Haarstrang, Baseler Straße, Winkelstraße und Mühlenfeldstraße wieder zurück zur Reithalle ging.
„Alle waren dick eingepackt und gut zufrieden“, hieß es aus dem Organisationsteam. Kein Wunder: Das Wetter zeigte sich von seiner besten herbstlichen Seite, und die Stimmung unter den Kutschenfreunden war ebenso sonnig. Zum Abschluss warteten in der Reithalle traditionell Kaffee und Kuchen als geselliger Ausklang in familiärer Atmosphäre.
Der Kutschenkorso ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Reitvereins St. Georg und steht sinnbildlich für Tradition, Gemeinschaft und die Liebe zu Pferden und Natur. Während beim Münsterland Giro Geschwindigkeit und Ausdauer zählen, steht in Wadersloh das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund: Ein entschleunigtes Kontrastprogramm auf vier Rädern und Hufen.
Text: B. Brüggenthies, Foto: Reitverein St. Georg


