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Fitnesstudiobetreiber Rob Edelbruck gibt nicht auf: „Man muss für seinen Traum kämpfen!“

Wadersloh (mw/bb). Robert Edelbruck kämpft weiter für seinen Traum, auch wenn das nicht immer einfach fällt. Der Betreiber vom „Gym Wadersloh“ im Gewerbegebiet „Dieselstraße“ in Wadersloh ist ein Kämpfer und versucht mit allen Mitteln seine Gym-Familie zusammenzuhalten. Das ist ihm ein Jahr nach Beginn der Pandemie nicht immer leichtgefallen. „Was mich jeden Tag aufs Neue motiviert, ist die Gewissheit, dass unsere Mitglieder voll hinter mir stehen. Wir alle brennen darauf, bald wieder hier zu trainieren. Auch wenn es gerade nicht geht: Wir halten zusammen und machen weiter“, gibt sich Rob kämpferisch.

Die Trainingsgeräte glänzen wie neu, auf dieses Detail legt Rob besonderen Wert. Nur knapp ein halbes Jahr vor Corona war die (Fitness-) Welt noch in Ordnung. Im Kreise seiner Gym-Member, die ein Stück Familie für ihn geworden sind, hatte Edelbruck seinen Traum wahr werden lassen und seine Selbstständigkeit mit der offiziellen Einweihung vom „Gym Wadersloh“ gefeiert. Ein unvergesslicher und emotionaler Tag. Als Trainer war Rob schon vorher mit dem Fitnessstudio vertraut und schnell baute er Vertrauen zu den Menschen auf, die auf zwei Etagen auf den Laufbändern, Crosstrainern und an den Geräten schwitzten, unter fachkundiger Anleitung für ihre Gesundheit und für ein besseres Körpergefühl trainierten. Dann kam der erste Lockdown im Frühjahr 2020.

„Ich habe von Anfang an den Kopf niemals in den Sand gesteckt, weil ich mir immer sicher war, dass ich bald wieder aufmachen kann. Bewegung und Fitness sind für die Gesundheit einfach wichtig. Außerdem hatten wir von Anfang an ein gutes Hygienekonzept“, sagt Rob Edelbruck. In diesem Moment steht Bürgermeister Christian Thegelkamp vor der Tür. Er ist gekommen, um als Privatperson bei einer Fotoaktion mitzumachen. Auch er trainierte bis zum Shutdown hier regelmäßig an den Geräten. Heute steht er – selbstverständlich coronakonform- nur einmal kurz für ein Foto auf einem Crosstrainer. Auch die anderen Mitglieder des Studios werden in den nächsten Tagen zu einem festen Fototermin vorbeischauen. Rob freut sich über jedes einzelne Wort, dass er mit seinen „Gym-Familienmitgliedern“ wechseln kann. In den sozialen Netzwerken wird er jedes einzelne Foto mit dem Hashtag „WirSindGymWadersloh“ posten. Ein „digitales“ Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit, der Solidarität und nicht zuletzt auch der Sehnsucht nach dem gemeinsamen Training. Es sind die kleinen Momente wie diese, die Rob zuversichtlich stimmen. Über Instagram und Co. bleibt er auch im Lockdown digital mit seinen Mitgliedern in Kontakt und hilft, wo er kann. Auch einige Home-Workout-Videos hat er schon gepostet.

Rob ist ein Kämpfer, der seinen Traum lebt und dem sein Fitnessstudio alles bedeutet. Ein Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „Be hungry and fight“ liegt auf dem Tresen am Eingangsbereich. Rob wird weiterkämpfen, auch wenn er die politischen Beschlüsse aus Berlin nicht nachvollziehen kann und sich eine Perspektive wünscht. Das Licht am Ende des Tunnels sind die kleinen Botschaften seiner Supporter. Nur das Ende des Tunnels ist noch nicht ganz sichtbar. Vor einigen Tagen klingelte es an der Fitnessstudiotür. Die Nachbarn von der „Druckwerkstatt“ haben ein kleines Geschenk zum Aufmuntern vorbeigebracht: Einen Autosticker mit dem Gym-Logo und dem gleichen Spruch wie auf dem Schlüsselanhänger: „Be hungry and fight!“ Rob wird nicht aufgeben und seinen Traum weiterverfolgen. „Das Gym ist ein sozialer Knotenpunkt für uns. Mir ist das Lachen trotz allem nicht vergangen. Ich bin ein Trainer mit Leidenschaft, mit Herz und Seele“, sagt Rob Edelbruck.

Fotos/Text: mw/bb.

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