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Start für Regionsschreiberin Charlotte Krafft: Mit Stift und Papier durch das Münsterland [PRESSEMITTEILUNG]

Münsterland (mw/pm).Prolog: Charlotte Krafft, 28 Jahre, Berliner Schriftstellerin und Regionsschreiberin für das Münsterland von März bis Juni. Ausgewählt in der zweiten Auflage des landesweiten Literaturprojekts „stadt.land.text NRW“, um Geschichten aufzuspüren und die Region in literarische Worte zu fassen. Faible für Science-Fiction, Horror und Fantastik.

Noch ist sie in New York unterwegs, bald reist sie durchs Münsterland: Charlotte Krafft. Die Regionsschreiberin für das Münsterland | Foto: Münsterland e.V.

Hauptteil: Hier ist die Geschichte kein Drama, sondern der vielversprechende Start einer literarischen Reise durch das Münsterland. Charlotte Krafft ist gestern im Künstlerdorf Schöppingen angekommen, wo sie während ihres Stipendiums des Projekts stadt.land.text NRW vier Monate leben wird. „Ich war bisher nur selten im Münsterland und habe mich kaum mit der Region und ihren Besonderheiten beschäftigt. Was für viele Vertrautheit und Heimat bedeutet, ist für mich also relativ neu und birgt Möglichkeiten für überraschende Erfahrungen. Besonders interessieren mich Natur- und Kulturdenkmäler der Region, wie die vielen Schlösser und Burgen, Orte mit historischem Stadtkern, aber eben auch Landschaften wie der Merfelder Bruch mit seinen Wildpferden. Der Erhalt und das Gedenken an die Vergangenheit ist nämlich ein wichtiger Teil meines Themas: die Zukunft bzw. das, was in Zukunft bleiben und das, was neu entstehen wird.“

Kraffts konzeptioneller Plan: Unter dem Titel „Future Fresko“ literarische Zukunftsvisionen entwickeln. „Die italienische Freskenmalerei war Inspiration und metaphorische Vorlage für dieses Projekt“, sagt Krafft. Dabei wolle sie pessimistische Ausblicke und städtische Dystopien hinter sich lassen, um den ländlichen, unbeschriebenen Raum „al fresco“ also ins Frische zu „bemalen“. Ihre Texte werden in regelmäßigen Abständen als Blog auf www.stadt-land-text.de veröffentlicht.

Unterstützt wird Charlotte Krafft vom Kulturbüro des Münsterland e.V. „Wir helfen gerne mit Tipps und der Vermittlung von Ansprechpartnern“, sagt Andre Sebastian, Leiter des Kulturbüros. „Das Projekt liegt uns sehr am Herzen, weil wir durch Charlotte Kraffts literarischen Blick neue Seiten der eigenen Region kennenlernen. Zum anderen ist es eine einmalige Chance für die Münsterländerinnen und Münsterländer, direkt in Kontakt und Austausch mit einer Schriftstellerin zu kommen und die Ergebnisse zeitnah online auf dem Blog lesen zu können.“

Eine ganz praktische Herausforderung wird für Charlotte Krafft das Thema Mobilität sein: „Da ich keinen Führerschein habe, wird sich wahrscheinlich öfter die Frage stellen, wie ich von A nach B komme. Das Künstlerdorf Schöppingen stellt mir netterweise ein Fahrrad zur Verfügung, sodass ich mich flexibel im näheren Umkreis bewegen kann. Und vielleicht lerne ich ja sogar noch reiten – für die ganz authentische Münsterland-Erfahrung“, sagt die Regionsschreiberin.

Epilog: Das Projekt stadt.land.text NRW geht zurück auf eine Idee der Kulturregion Aachen, die das Format erprobte und im Jahr 2017 erstmals für die zehn Kulturregionen in Nordrhein-Westfalen – Aachen, Bergisches Land, Hellweg, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe, Rheinschiene, Ruhrgebiet, Sauerland und Südwestfalen – federführend umsetzte. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten je ein Stipendium in Höhe von 7200 Euro. Das Projekt wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert.

Quelle: PM Münsterland e.V.


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