Wadersloher Gärten: Das doppelte Trompetenglück von Marcel Speckmann

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Wadersloh (mw/bb). In diesem Jahr hat Mein-Wadersloh.de schon so einige Gärten in Augenschein genommen und über die stolzen Besitzerinnen und Besitzer mit den grünen Daumen berichtet. Besonders passend ist aber das Gewächs, das im Garten von Marcel Speckmann herangewachsen ist: Der Trompetenbaum passt nämlich perfekt zu dem Gärtner, der stolzes Mitglied im Fanfarencorps Wadersloh ist und dort natürlich Trompete spielt.

Ob Marcel Speckmann sein Instrument genauso engelsgleich spielt, wie die Engelstrompeten in seinem Garten am Mauritz hoch gewachsen sind, konnten wir nicht herausfinden bis zum Redaktionsschluss. Feststeht aber, dass der Wadersloher einen grünen Daumen hat und dann kann er bestimmt mit den anderen Fingern hervorragend Musik machen, oder? „Ich finde es großartig, dass die Blüten die Form einer Trompete besitzen und mein anderes Hobby mit Trompeten aus Messing zu tun haben“, lacht Marcel Speckmann. Mit beiden Trompetenarten kennt er sich bestens aus. Das Hobby „Gartenarbeit“ ist ein toller Ausgleich. Hier zieht der 32-Jährige Trompetenbäume und verschiedene Zierpflanzen heran. Von Gemüse, über Paprika, Tomaten und Geranien ist alles dabei. Aber der größte Stolz ist und bleibt der Trompetenbaum, der in diesen Oktobertagen in voller Blütenpracht blüht. „Es ist das zweite Mal, das die Engelstrompete ihre ganze Pracht zeigt“, sagt Marcel. Wie das gelungen ist? – „Mit ganz viel Wasser“, schmunzelt der leidenschaftliche Gärtner. Fast jeden Tag musste die Pflanze bewässert werden, denn Trockenheit kann die empfindliche Pflanze ganz schön zusetzen.

Während die glockenförmigen Blüten im Herbstwind schaukeln, holt Marcel Speckmann für den Fototermin schnell sein Instrument aus dem Haus, spielt uns ein kleines Ständchen (vielleicht ist auch eine tägliche Musikdosis das Geheimnis für den Wunderbaum?) und erzählt anschließend von seinem grünen Daumen. „Mein gärtnerisches Talent habe ich eher durch Zufall entdeckt. Eigentlich wollte ich nämlich Tischler werden. Da ich aber eine Augenprothese trage und Allergien habe, kam die Arbeit mit Holz aus gesundheitlichen Gründen nicht infrage. Darum habe ich eine Ausbildung zum Gärtner gemacht – einen Schritt, den ich bis heute nicht bereue“, erzählt der Trompeter. In der Berufsschule in Herford hat er den Trompetenbaum als Steckling selbst gezogen und elf Jahre später ist die Pflanze eine echte Erscheinung. „Die Entwicklung zu verfolgen und den Wuchs der Pflanze zu verfolgen macht einfach Spaß. Bis heute arbeite ich als Fachwerker für Zierpflanzen in der Gärtnerei Vechtel und nach Feierabend kontrolliere ich natürlich auch meine Pflanzen zuhause. Ich muss also wirklich einen grünen Daumen haben.“

Fotos/Text: B. Brüggenthies

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