Lippstadt (mw/bb). Zu einem Gespräch über die geplanten, beziehungsweise diskutierten Maßnahmen im Bereich der Glenne hat sich die Bürgerinitiative ZIN19 am 31. August mit Vertreterinnen und Vertretern von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Lippstadt getroffen. Nach Angaben der Initiative verlief der Austausch intensiv, offen und in einer freundlichen Atmosphäre. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stand das Thema Glenne im Mittelpunkt des Gesprächs. Die Vertreter von ZIN19 nutzten die Gelegenheit, ihre Argumente, Fakten und Bedenken ausführlich darzustellen. Dabei ging es insbesondere um die rechtlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Vorhabens.
Aus Sicht der Bürgerinitiative stießen die vorgetragenen Argumente bei den GRÜNEN auf Interesse und Verständnis. Die Vertreterinnen und Vertreter der Partei hätten sich offen mit den Positionen von ZIN19 auseinandergesetzt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die GRÜNEN in Lippstadt derzeit keine eigenen politischen Aktivitäten in dieser Angelegenheit anstoßen wollen. Die Co-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Körner habe laut ZIN19 erklärt, dass dabei insbesondere die Interessen der Lippstädter Bevölkerung, der städtische Haushalt und der Hochwasserschutz berücksichtigt werden müssten. Sollten sich aufgrund neuer Erkenntnisse oder veränderter Prioritäten auf Seiten der Bezirksregierung beziehungsweise des Landes neue Maßnahmen zur Klimaanpassung für das Gebiet ergeben, seien die GRÜNEN jedoch offen für eine weitere Diskussion.
Für ZIN19 bleibt die grundsätzliche Position unverändert. Die Bürgerinitiative fordert nach eigenen Angaben „planerische Vernunft“ und warnt davor, ein Projekt allein aufgrund vorhandener Fördermittel voranzutreiben. Rechtliche, ökologische und wirtschaftliche Aspekte müssten gleichermaßen berücksichtigt werden.
Am Ende des Gesprächs kam es nach Angaben der Initiative noch zu einem besonderen Moment. Die Lippstädter GRÜNEN bedankten sich bei ZIN19 ausdrücklich für deren klare öffentliche Positionierung gegen einen Flyer der AfD. Für die Beteiligten sei dies ein Zeichen dafür gewesen, dass ein demokratischer Austausch auch dann konstruktiv sein könne, wenn unterschiedliche Auffassungen bestehen.
Zum Abschluss wurde ein gemeinsames Foto der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen. ZIN19 wertet das Treffen insgesamt als offenen und konstruktiven Austausch.
zus. Quelle: ZIN19


