Wadersloh (mw/bb). Ein besonderer Hingucker beim Sommerfest der Kolpingsfamilie Wadersloh war in diesem Jahr die auffällig gestaltete Wechselbrücke auf der Schützenwiese. Schon von weitem war zu erkennen, welcher Verein hier sein Fest feierte. Hinter dem auffälligen Äußeren steckt sogar noch mehr, als man denkt: Die Wechselbrücke ist das neue Materiallager der Kolpingjugend und soll künftig vor allem beim Ferienlager für Ordnung und eine deutlich bessere Logistik sorgen.
Die Kolpingjugend hatte die gebrauchte Wechselbrücke im Internet erstanden und anschließend aus Lippstadt abgeholt. Rund anderthalb Jahre dauerte es, bis aus dem zunächst eher unscheinbaren Industrie-Transportbehälter ein funktionales und zugleich auffälliges Lager geworden war. Von Anfang an stand dabei die Frage im Mittelpunkt, wie die Wechselbrücke sinnvoll genutzt und gestaltet werden kann. Das Planungs-Team um Jan-Erik Laukötter, Philipp Möllers, Svenja Fleiter, Felix Berndt, René Rembeck, Henry Steinle sowie Justus Becklönne kümmerte sich um die konkrete Ausgestaltung. Auch die Kinder der Gruppenstunden wurden in die Gestaltung einbezogen. Gemeinsam wurde überlegt, wie die beiden Seiten der Wechselbrücke mit Graffitis versehen werden können. Jetzt ziert unter anderem das Porträt von Adolph Kolping eine der Seiten. Auf der anderen ist der Schriftzug „Kolping“ zu sehen. Auch die Idee, ein Zitat von Adolph Kolping auf der Wechselbrücke anzubringen, stammt aus den Reihen der Kolpingjugend.


Nicht nur äußerlich hat sich einiges getan: Im Innern sorgen zahlreiche orangefarbene Kisten und ein neues Regalsystem für Ordnung. Das bisherige Lagersystem war teilweise durchaus beschwerlich und machte die Vorbereitung und den Transport des Materials aufwendiger. Nun sind die Materialien beschriftet und sortiert und können deutlich übersichtlicher gelagert werden. Vor allem die ein Dutzend Zelte für das Ferienlager finden in der neuen Wechselbrücke ihren Platz. Darüber hinaus werden dort Spielmaterialien, Outdoor-Spiele, Beleuchtung, Küchenzubehör, Kaffeebecher und vieles mehr untergebracht. Damit wird nicht nur zusätzlicher Stauraum geschaffen, sondern auch die gesamte Logistik rund um das Ferienlager erheblich verbessert. Ein weiterer Vorteil: Die Wechselbrücke lässt sich vergleichsweise schnell transportieren. Durch die vorhandenen Stützen kann ein Auflieger die Brücke aufnehmen und zum jeweiligen Einsatzort bringen. Beim Sommerfest übernahm diese Aufgabe Bernd Stratkötter von der Spedition Straatkötter.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von mehreren Seiten: Die VR Bank ermöglichte die Umsetzung der Außengestaltung, während die Sparkasse Münsterland Ost eine größere Summe für die Ausstattung des Innenraums zur Verfügung stellte. Zusätzlich erhielt die Kolpingjugend Unterstützung vom Land Nordrhein-Westfalen. Über ein Förderprogramm, bei dem 2.000 Projekte mit jeweils 1.000 Euro unterstützt wurden, flossen ebenfalls 1.000 Euro in die Umsetzung der Wechselbrücke. Den verbleibenden Teil der Kosten trug die Kolpingsfamilie aus eigenen Vereinsmitteln. Ganz abgeschlossen ist das Projekt allerdings noch nicht: Eine Lüftungsanlage soll noch nachgerüstet werden. Das neue Regalsystem und die übersichtliche Lagerung machen die Wechselbrücke aber schon jetzt zu einer deutlichen Verbesserung.
Die Besucherinnen und Besucher des Familientags, aber vor allem auch der Vorstand der Kolpingsfamilie zeigten sich begeistert von dem Ergebnis. Die neue Wechselbrücke ist nicht nur ein praktisches Materiallager. Mit ihrem auffälligen Design im Kolping-Look wird sie künftig bei Veranstaltungen und beim Ferienlager unterwegs sein und dabei ganz nebenbei für die Kolpingsfamilie und die Ideen Adolf Kolpings werben.
Fotos/Text: B. Brüggenthies



