Wadersloh (mw/bb). Mit einem Stoffbären namens Max begann in der DRK-KiTa Pusteblume kürzlich eine besondere Unterrichtseinheit rund um Klima, Strom und Nachhaltigkeit. Spielerisch und kindgerecht lernten die Vorschulkinder dabei, wie Energie entsteht, warum Stromsparen wichtig ist und wie erneuerbare Energien funktionieren. Möglich gemacht wurde das Angebot durch die langjährige Kooperation zwischen der Sparkasse Münsterland Ost
und der Deutsche Umwelt-Aktion e.V.. Im gesamten Geschäftsgebiet der Sparkasse werden auf diese Weise kostenlose Umweltbildungsangebote für Kindertagesstätten organisiert. In Wadersloh bildete die Pusteblume den Auftakt für insgesamt sechs Einrichtungen. Teilweise nehmen dort sogar mehrere Vorschulgruppen teil. „Die Aktion ist ein voller Erfolg und wird von den Kitas gerne und dankbar angenommen“, berichtete Isabelle Lürken von der Sparkasse Münsterland Ost.

Durch den Vormittag führte Ludger Jungnitz aus Diestedde. Der ehemalige Projektleiter Technik bei einem Übertragungsnetzbetreiber kennt die Energiewende aus jahrzehntelanger Berufserfahrung. In seinem Vorruhestand widmet er sich nun verstärkt der Umweltbildung und erfüllt sich damit einen lange gehegten Wunsch: Wissen verständlich an Vorschulkinder weiterzugeben.







Mit einfachen Experimenten und viel Bewegung erklärte Jungnitz, wie Strom erzeugt wird und weshalb fossile Energien problematisch sein können. Die Kinder stellten technische Geräte pantomimisch dar und überlegten gemeinsam, was nötig ist, damit sie funktionieren. Anschließend ging es um Kraftwerke, Stromerzeugung und Abgase, aber auch um Alternativen. Dass Strom sogar „ohne Qualm“ erzeugt werden kann, sorgte bei vielen Kindern für Staunen. An verschiedenen Stationen probierten die Mädchen und Jungen Wind-, Wasser- und Sonnenenergie aus. Kleine Windräder brachten Lampen zum Leuchten, Taschenlampen wurden genutzt um „Grashüpfer“ mit Photovoltaik-Modulen zu bewegen. Das Thema Energiesparen wurde bei einer Bastelaktion aufgrgriffen: Die Kinder gestalteten Eisbären aus Papier und klebten diese anschließend an Stellen in der KiTa, an denen künftig besonders auf Stromverbrauch geachtet werden soll, etwa an Lichtschaltern.
Dass Nachhaltigkeit in der Einrichtung an der Benteler Straße ohnehin eine wichtige Rolle spielt, passt gut zum Konzept der Pusteblume. Die DRK-KiTa ist seit Mitte 2025 als „Nachhaltige Kita“ zertifiziert und wurde als Lernort für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Themen wie Mülltrennung, Energiesparen oder nachhaltige Ernährung gehören dort fest zum Alltag. „In der Einrichtung gibt es Lichtwächter. Die Kinder passen mit auf, Energie zu sparen“, erklärte KiTa-Leiterin Marie Schweighöfer. Auch außerhalb der Gruppenräume setzt die Einrichtung auf Nachhaltigkeit: Ein naturnahes Außengelände, ein Sinnesgarten, Wurmkisten zur Herstellung von Humus sowie Aktionen wie Besuche beim Recyclinghof oder der Milchtankstelle gehören bereits zum pädagogischen Angebot.



Der gemeinützige Verein „Deutsche Umwelt-Aktion“ engagiert sich bereits seit 1958 für Umweltbildung in Schulen und Kindergärten. Nach Angaben des Vereins wurden seitdem mehr als 20 Millionen Kinder und Jugendliche mit Themen rund um Natur- und Umweltschutz vertraut gemacht. Ziel sei es, Umweltbewusstsein frühzeitig zu fördern und ökologische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln.
Fotos/Text: B. Brüggenthies


