Wadersloh (mw/bb). Festlich und anspruchsvoll präsentierte sich die „musikalische Jubiläumsfeier“ zum runden Chor-Jubiläum in der Osterzeit. Das sonntägliche Abendkonzert im Rahmen der Geistlichen Abendmusik in der Pfarrkirche St. Margareta Wadersloh stand ganz im Zeichen eines besonderen Jahrestags: Der Kirchenchor an St. Margareta blickt in diesem Jahr auf sein 80-jähriges Bestehen zurück. Ein Anlass, der musikalisch eindrucksvoll mit seinem Ständchen an sich selbst gewürdigt wurde.




Gegründet im Jahr 1946 unter der Leitung von Albert Fleiter, begann die Geschichte des Chores bescheiden mit ersten Proben in der Gaststätte „Zumbült“. Acht Jahrzehnte später präsentiert sich das Ensemble als fester Bestandteil des kirchlichen und kulturellen Lebens in Wadersloh. Über die Jahre hinweg hat sich ein breit gefächertes Repertoire entwickelt – von a-cappella-Werken bis hin zu großen Aufführungen mit Orchester und Solisten. Mit Vivaldis „Gloria“ wagte man sich zum Festanlass an ein weltberühmtes Werk, dass einiges an Probenarbeit von dem Chor abverlangte.
Pfarrer Martin Klüsener eröffnete den Abend mit anerkennenden Worten für diese intensive Vorbereitung und das Engagement der Sängerinnen und Sänger, sowie der Gäste am Abend. Besonders hob er die Leistung von Kantorin Dr. Elena Potthast-Borisovets hervor, die den Kirchenchor seit nunmehr zwölf Jahren leitet. Das zentrale Werk des Abends, das „Gloria“ von Antonio Vivaldi, bezeichnete er als eines der anspruchsvollsten Stücke, die der Chor je einstudiert habe. Entsprechend groß sei der Probenaufwand gewesen. Ein Einsatz, der sich im klanglichen Ergebnis deutlich widerspiegele. | WEITERLESEN MIT MW+
Das Konzertprogramm spannte einen weiten Bogen durch die Musikgeschichte. Neben Vivaldis festlichem „Gloria“ erklang auch sein Violinkonzert in F-Dur RV 284 aus „La Stravaganza“, interpretiert von Solistin Kateryna Suglobina (Köln). Ergänzt wurde das Konzert durch a-cappella-Werke wie „Ubi caritas“ von Ola Gjeilo sowie Kompositionen von Pascal Martiné. Auch barocke und frühneuzeitliche Werke fanden ihren Platz, darunter Musik von Georg Friedrich Händel und John Dowland. Die Aufführung wurden vom Projektchor und -orchester unterstützt, während die Solopartien von Anna Herbst (Sopran, Köln), Evgeniia Kissina (Sopran, Paderborn) und Anastasiia Melnikova (Mezzosopran, Karlsruhe) übernommen wurden. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Dr. Elena Potthast-Borisovets, die das Ensemble souverän durch das anspruchsvolle Programm führte.
Das Konzert in der Reihe der „Geistlichen Abendmusik“ machte nicht nur die hohe musikalische Qualität des Kirchenchores an St. Margareta deutlich, sondern auch die lebendige Entwicklung der Kirchenmusik vor Ort in Wadersloh. Mit großem Applaus endete ein Konzert, das Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll miteinander verband. Bereits jetzt dürfen sich Musikfreunde auf das nächste Highlight freuen: Am 7. Juni steht ein Orgelsolokonzert mit Friederike Braun, Regionalkantorin für die Region Kempen-Viersen, auf dem Programm.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Sparkasse Münsterland Ost, der Pfarrei St. Margareta sowie dem Förderverein für Kirchenmusik an St. Margareta.
Fotos/Text: B. Brüggenthies
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