Wadersloh (mw/bb). Es war ein ereignisreiches Jahr für das Team des Jugendtreffs Villa Mauritz. Seit rund einem Jahr ist Valentina Cifric die neue Leiterin der Einrichtung. Der Träger „Mindful Jugendhilfe“ aus Warendorf hat die Angebote in Wadersloh und Diestedde weiter ausgebaut. Auch im Team gab es personelle Änderungen.
Die Jugendtreffleiterin Valentina Cirfric blickt zufrieden zurück: „Es war ein sehr spannendes und lehrreiches Jugendtreff-Jahr. Es ist meine erste Stelle in leitender Funktion und ich hatte schon vorher viele wertvolle Einblicke gewinnen bekommen. Hier wurde einfach immer schon sehr gute Vorarbeit geleistet.“ Sie selbst sei von Anfang an herzlich in Wadersloh empfangen worden. „Der Wechsel ist insgesamt gut gelungen. Das freut uns sehr.“
Das sieht auch Dr. Oliver Bokelmann, Geschäftsführer von Mindful, so: „Wir blicken auf ein starkes Jahr zurück. Die Zahl der Besuchenden ist im Vergleich zu 2024 noch mal gestiegen. Mit Valentina Cifric haben wir eine engagierte Mitarbeiterin gewonnen, die bei den Jugendlichen hohes Ansehen genießt. Besonders eindrucksvoll waren für mich die jugendkulturellen Aktivitäten zum Thema Graffiti: die Eröffnung der Legal Wall mit einem Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden, die selbst zur Dose gegriffen haben; die gestalteten Container in Liesborn; und weitere Projekte, die aus der Gruppe heraus entstanden sind. Diese Projekte zeigen, wie produktiv die Jugendlichen unterwegs sind und was gelingen kann, wenn Politik, Verwaltung und junge Menschen zusammen agieren.“






Viele Projekte wurden durchgeführt. Ferienangebote, das Graffiti-Projekt in Liesborn, die Kooperation mit dem „KulturRucksack-Programm“ (u.a. mit Hip-Hop- & Theater-Workshops), Exkursionen (u.a. zum Präventionsangebot „Revolution Train“), mehrfache Ausrichtungen des „Waderslams“ (Poetry Slam) oder auch die Kurzfilmtage kurz vor Weihnachten. Das offene Angebot in Wadersloh und Diestedde erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Insgesamt war es ein intensives und bereicherndes Jugendtreff-Jahr, bilanziert Cifric. Bei den jungen Menschen kommt es gut an, dass man sich aktiv einbringen kann. Das zeigte sich insbesondere beim „Hinterhof-Makeover“. Bei der Draußenaktion wurde der Außenbereich des Jugendtreffs in Eigenregie optisch auf Vordermann gebracht.
Ereignisreich war das Jahr auch für Werkstudentin Chiara Klemann und Malik Altintop, der aktuell seinen Bundesfreiwilligendienst im Jugendtreff „Villa Mauritz“ absolviert. Malik wollte nach der Schulzeit unbedingt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. „Ich finde es hier sehr familiär und es ist ein guter Einstieg in die Berufswelt. Hier kann ich Erfahrungen sammeln und lerne sehr viel. Das ermöglicht es mir, bald einen beruflichen Weg in diese, Bereich einzuschlagen,“ so der Wadersloher, der nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr in Bielefeld Soziale Arbeit studierten möchte. Die Erfahrungen, die er aktuell sammelt, sieht er als generell wichtig an. „Man lernt hier einfach auch etwas fürs Leben.“



Was gut in der Einrichtung an der Mauritzstraße 11 funktioniert, sind die gemeinsam vereinbarten Regeln. Probleme werden immer sofort angesprochen. Gegenseitiger Respekt für zu einer familiären Atmosphäre. Hier begegnen sich alle auf Augenhöhe. Für das Team des Jugendtreffs geht es vor allem um das Zuhören und Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen. Das schafft Vertrauen und einen geschützten Raum für junge Menschen in Wadersloh. Das führt dazu, dass auch mal ganze Freundesgruppen zu den Angeboten des Jugendtreffs kommen. Das Prinzip Freiwilligkeit wird dabei immer großgeschrieben: Es werden keine Erwartungen gestellt, aber jeder der mag, darf seinen „Ballast“ loswerden. „Und wir bekommen das Feedback, dass unser Zuhören und eine ehrliche Meinung wirklich helfen“, freut sich das Team des Jugendtreffs über die Wertschätzung.

„Wir werden auch im Jahr 2026 viele tolle, neue Projekte gemeinsam mit Jugendlichen umsetzen. Wichtig ist und bleibt für uns, dass unsere jungen Besucherinnen und Besucher mitbestimmen und sich hier bei uns wohlfühlen. Ob bei Themen rund um Ausbildung, Schulwechsel, Freundschaft oder Liebe und damit verbundenen Erwartungen und Sorgen: Der Jugendtreff bleibt ein ‚Safe Place‘„, so das Jugendtreff-Team. Auch inhaltlich sollen neue Impulse gesetzt werden: Geplant ist unter anderem ein Angebot im Bereich Tanzpädagogik. Weitere Gespräche und Planungen laufen derzeit für Projekte aus dem Bereich der Erlebnispädagogik.
Fotos/Text: B. Brüggenthies

