Wadersloh/Liesborn (mw/bb). Das Fledermaus-Logo am Kirchturm kündigte es schon von weitem an. Umhänge, die im Novemberwind flattern, Superheldinnen vor Schaufenstern, die zum Einkauf animieren und Alltagshelden endlich einmal die verdiente große Bühne bekommen: In Wadersloh und Liesborn gab es das alles beim diesjährigen Lichterzauber des Gewerbevereins. Am Samstagabend hat der „Heldenhafte Lichterzauber 2025“ viele Besucherinnen und Besucher angezogen und die beiden Ortsteile für einige Stunden in eine leuchtende, fantasievolle Heldengeschichte verwandelt.
Schon ab 16 Uhr flanierten die Menschen gemütlich durch die festlich illuminierten Straßen, während die Pfarrkirche in Wadersloh und die Abteikirche in Liesborn mit Einsetzen der Dämmerung im warmen Licht strahlten und den perfekten Rahmen für das Moonlight-Shopping boten. Der Shuttle-Bus der Glockenland-Reisen pendelte im Halbstundentakt zwischen den Ortsteilen und sorgte dafür, dass auch Familien mit Kinderwagen oder ältere Gäste ohne Stress in den Lichterglanz eintauchen konnten. Nach Augenzeugenberichten hatte ein Kind den Busfahrer selbst als Alltagshelden ausgemacht und die Gelegenheit vor der Abfahrt für ein Selfie genutzt.
Lichterzauber-Heldinnen und Helden, wohin das Auge schaute
Das Thema rund um Alltagshelden und allgemein Helden aller Art hat in diesem Jahr offenbar tiefe kreative Energien freigesetzt, die selbst Superman neidisch gemacht haben dürften. Und die beteiligten Betriebe? Die haben sich einmal mehr selbst übertroffen:








In der Abteiapotheke präsentierte eine ganze Galerie von Heldinnen im Schaufenster besondere Frauen der Geschichte. Beim „Möbelstudio Baumhoer“ setzte sich Chefin Sandra Fleiter als Küchenfee in Szene. Beim Brillenwerker hatte sich niemand Geringeres als Speedy Gonzales eingenistet. Im Ladenlokal von „Verschmitzt schön“ war gleich eine ganze Riege weiblicher Superheldinnen zu bewundern. Bei „Wohrtklang“ sprang man direkt in das nächste Abenteuer: Super Mario & Co. sorgten für gute Laune und so manchen Nostalgie-Moment. Aus dem „Malerbetrieb Konert“ wurde kurzerhand eine Villa Kunterbunt samt Pippi Langstrumpf, einem echten Pferd, Limonadenbaum, Geldkoffer und allem, was man sich aus Astrid Lindgrens Welt nur wünschen kann. Und dann gab es zur Stärkung auch noch eine ordentliche Portion Currywurst für die Heldenreise. Im St. Josef-Haus Liesborn standen natürlich die Pflegekräfte als Alltagshelden im Fokus. Dazu passend gab es ein Quiz und die Möglichkeit, die aktuelle Adventsausstellung mit Geschenkideen zu besuchen, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern im Rahmen der Tagesstruktur angefertigt wurden.
Buntes Licht, viele Begegnungen und ein bisschen Sticker-Sammelspaß
Natürlich durfte auch das beliebte Sammelspiel nicht fehlen: Viele Familien und Gruppen zogen mit wachsamen Augen durch die Läden, immer auf der Suche nach dem nächsten Puzzleteil für das Lösungsbild. Das setzte sich mittels Sticker im Laufe des Abends Stück für Stück zusammen. Der Spaß war unverkennbar und zwischendurch wurde natürlich ordentlich eingekauft. Denn parallel startete auch das Weihnachtsgewinnspiel des Gewerbevereins, sodass das Stöbern sich gleich doppelt lohnte.










Überall gab es etwas zu entdecken. Und genau darin lag der Zauber des diesjährigen Lichterzauber-Mottos: Jeder Betrieb erzählte eine eigene, kleine Heldengeschichte. Der „Heldenhafte Lichterzauber“ hat Wadersloh und Liesborn wieder ein Stück näher zusammengebracht und hinterließ ein wohlig-warmes, frühes Adventsgefühl. Das Organisationsteam zeigte sich am Ende daher rundum zufrieden. Die Heldinnen und Helden dieses Abends? Ganz klar: Alle, die mitgemacht haben. Der nächste Held macht sich schon in Kürze auf den Weg. Am 1. Advent besucht St. Nikolaus mit Gefolge die „Diestedder Nikolaustage“.
Fotos/Text: mw/bb.


