Wadersloh/Münster (mw). Lena-Sophie Dorweiler vom Institut der Chemiedidaktik erprobte mit den Schülern ihr im Rahmen eines Promotionsprojekts entwickeltes Unterrichtsmaterial, bei dem es darum geht, logische Fehlschlüsse und Scheinargumente zu identifizieren.
Bei einem ersten Pre-Test, der eine Woche zuvor in der Schule durchgeführt wurde, sollten die Schüler die Qualität von Argumenten beurteilen. Ist Akupunktur sinnvoll, weil sie schon seit Jahrtausenden gemacht wird? Ist das Nahrungsergänzungsmittel hochwertig, weil es aus natürlichen Stoffen hergestellt wurde? Behauptungen wie diese galt es zu beurteilen.
In einer digitalen sowie interaktiven Lernumgebung im Lehr-Lern-Labor der Universität wurde theoretisches Fachwissen erarbeitet, mit dem die Schüler logische Fehlschlüsse identifizieren und einordnen konnten. Anschließend sollten Sie sich in die Rolle eines Influencers versetzen, der bei der Vermarktung seines Energydrinks möglichst viel Geld verdienen will und dazu Scheinargumente verwendet. Ausgerüstet mit GoPros wurden dann kurze Videos im Stil von Instagram und Tik-Tok Werbeclips produziert.
Nach der Unterrichtseinheit am Institut sollten die Argumente des Pret-Tests in einem Post-Test noch einmal bewertet werden.
Als Belohnung für die Teilnahme an der Promotionsstudie bekamen die Schüler am Nachmittag die Möglichkeit, ein spannendes Laborpraktikum in den Fachräumen der Universität Münster durchzuführen. Professionell eingekleidet mit Laborkitteln, Schutzbrillen und Handschuhen durfte unter anderem mit Trockeneis und flüssigem Stickstoff experimentiert werden, was bei der Klasse besonderen Eindruck machte. Begleitet wurden die Schüler von den Fachlehrerinnen Jessica Mance und Jessica Hartwig.


