Diestedde (mw/bb). Ein knallroter Kleinbus, der neugierige Blicke auf sich zieht, hat am Dienstagmorgen erstmals Station in Diestedde gemacht: Die Sparkasse Münsterland Ost erweitert ihr Serviceangebot um eine mobile Filiale. Der sogenannte Bank-Bus ergänzt künftig das bestehende Netz von Beratungs-Centern, Filialen und digitalen Angeboten und soll gerade in kleineren Orten den direkten Kontakt zu den Kundinnen und Kunden ermöglichen.
„Die Art und Weise, wie Menschen ihre Bankgeschäfte erledigen, verändert sich durch die Digitalisierung mehr und mehr. Die mobile Filiale ist für uns mit Blick auf unseren öffentlichen Auftrag eine neue Möglichkeit, unsere Kundinnen und Kunden auf diesem Weg der Veränderungen sprichwörtlich abzuholen“, erklärte Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Klaus Richter im Vorfeld.
Im Inneren des Fiat Ducato, der von einer Spezialfirma zu einer Sparkassen-Filiale auf Rädern umgebaut wurde, erwartet die Kundschaft ein komplettes Selbstbedienungsangebot: Geldautomat, Terminal für Überweisungen, Daueraufträge oder Kontoauszüge sowie ein Drucker für Sparbücher. Zusätzlich gibt es zwei Beratungsplätze, an denen persönliche Gespräche geführt werden können.

„Im Grunde genommen haben wir hier fast alles, was auch eine stationäre Selbstbedienungsfiliale bietet. Mit dem Unterschied, dass zusätzlich ein Berater oder eine Beraterin mit im Bus ist“, erläutern die Sparkassen-Mitarbeiter Florian Schaum und Jochen Knöchel im Gespräch mit MW. „Das ist uns wichtig: Es geht nicht nur um Automaten, sondern auch darum, dass die Menschen vor Ort einen Ansprechpartner haben.“
Auffälliger Blickfang mit Service für alle Generationen inklusive
Der rollende Service sei auch für die Mitarbeitenden etwas Besonderes. „Die Anreise mit so einem Schlachtschiff ist nicht ohne, aber der Bus fällt definitiv auf. Viele Passanten bleiben stehen, machen Fotos und fragen nach“, so Knöchel. Tatsächlich sind mobile Bank-Filialen bundesweit eine Seltenheit. Neben Schleswig-Holstein und dem Kölner Raum sei das Münsterland eine der wenigen Regionen mit einem solchen Angebot.
Ob ältere Menschen, die Hilfe beim Online-Banking benötigen, oder junge Kunden, die spontan Unterstützung bei einer App-Einrichtung suchen: Die mobile Filiale richtet sich ausdrücklich an alle Zielgruppen. „Wir hatten gestern in Amelsbüren einen 20-jährigen Kunden, der Probleme mit seinem Online-Banking hatte. Für ihn war es eine große Erleichterung, dass wir direkt vor Ort helfen konnten“, berichtet Schaum.

Dabei verstehen die Sparkassen-Mitarbeiter ihre Arbeit auch als Hilfestellung. „Gerade wenn jemand Hemmungen hat, am Automaten oder Terminal etwas zu erledigen, stehen wir bereit und erklären die Schritte. Das ist eine Form von Service, die man digital nicht ersetzen kann.“
Der Bank-Bus ist zunächst in einer mehrmonatigen Testphase unterwegs und steuert insgesamt zwölf Orte im Geschäftsgebiet der Sparkasse Münsterland Ost an. Entscheidend sind dabei vor allem logistische Fragen wie Standorteignung und Erreichbarkeit. „Es geht jetzt darum, Erfahrungen zu sammeln, Rückmeldungen der Kundschaft einzuholen und das Konzept bei Bedarf anzupassen“, betonen Schaum und Knöchel.
In Diestedde ist der Bus ab sofort jeden Dienstag von 9.30 bis 10.30 Uhr am Standort Von-Wendt-Straße 42 (Parkplatz am Imbiss „Kiek In“) vor Ort. Ob daraus ein dauerhaftes Angebot wird, hängt von der Resonanz ab. Schon jetzt aber zeigt sich: Der rote Bus zieht nicht nur die Blicke auf sich, sondern bringt ein Stück Sparkassen-Präsenz direkt in die Ortsmitten. Am Dienstag ging es für die rollende Bank direkt weiter nach Stromberg. Im Burgdorf steht die Filiale-to-go am Hotel „Zur Post“.
Eine Übersicht der Haltepunkte und Einsatzzeiten der mobilen Filiale bietet die Sparkasse auf ihrer Website unter www.sparkasse-muensterland-ost.de/mobile-filiale.
Fotos/Text: B. Brüggenthies; Disclaimer: Werbung (unbeauftragt, unbezahlt)

