Kreis Warendorf/Wadersloh (mw). Das Amt für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr – Bereich Gefahrenabwehr – des Kreises Warendorf hat auf Anregung der Wadersloher Initiative ZIN19 einen neuen Informationsflyer zur individuellen Krisenvorsorge erstellt. Der gedruckte Flyer basiert auf den Inhalten der Internetseite des Kreises Warendorf unter www.kreis-warendorf.de/besser-bereit und soll künftig das Bevölkerungsschutzmobil auf seinen Touren durch das Kreisgebiet begleiten. Damit wird die bestehende Informations- und Aufklärungsarbeit sinnvoll erweitert – insbesondere für Menschen ohne regelmäßigen Zugang zu digitalen Medien.
Bereits im Frühjahr 2024 hatte die Gruppe den Dialog mit der Gemeindeverwaltung Wadersloh, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gesucht, um auf die Bedeutung einer verbesserten Krisenkommunikation hinzuweisen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Thema vielerorts noch nicht als vorrangig betrachtet. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die zunehmend angespannte sicherheitspolitische Lage haben seither jedoch das Bewusstsein für eine umfassende Bevölkerungsinformation deutlich geschärft.
Der neue Flyer soll unter anderem folgende Themen abdecken: die Bedeutung und das Erkennen von Sirenen und Warnsignalen, die Nutzung der Warn-App NINA, empfangbare Radiosender und deren Frequenzen sowie die zuständigen Stellen und Anlaufpunkte im Ernstfall.
Ein besonderer Termin zum Vormerken: Im Rahmen der Gewerbeschau Wadersloh wird das Bevölkerungsschutzmobil des Kreises Warendorf am Samstag, 20., und Sonntag, 21. September 2025 in Wadersloh Station machen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich vor Ort über persönliche Krisenvorsorge und Katastrophenschutz zu informieren.
Offener Brief thematisiert Umgang mit Bürgerbeteiligung in Wadersloh
Wadersloh (mw/bb). Die Initiative ZIN19 hatte sich in den vergangenen Monaten nicht nur mit Fragen der individuellen Krisenvorsorge befasst, sondern auch wiederholt in den kommunalen Diskurs eingebracht – etwa durch konkrete Anregungen an Politik und Verwaltung. Dabei sieht sich die Gruppe nicht nur als Impulsgeberin für Projekte, sondern auch als Vertreterin eines aktiven Demokratieverständnisses auf kommunaler Ebene. Die Diskussion um den Umgang mit Bürgeranträgen in Wadersloh, die durch jüngste Äußerungen des Bürgermeisters ausgelöst wurde, knüpft unmittelbar an dieses Engagement an. Mit einem offenen Brief (veröffentlicht am 14. Juli 2025, im Wortlaut hier nachzulesen: externer Link) wünscht man sich nun eine breitere Debatte über Wert und Rolle von Bürgerbeteiligung in der Gemeinde Wadersloh.
Anlass für den offenen Brief waren laut ZIN19 Äußerungen des Bürgermeisters, die innerhalb der Initiative als kritisch bewertet wurden. In der Folge habe man sich intensiv mit dem Stellenwert bürgerschaftlichen Engagements im kommunalen Kontext auseinandergesetzt. Ziel des offenen Briefs an Politik und Verwaltung sei es, eine sachliche Diskussion über den Umgang mit Anregungen aus der Bürgerschaft anzuregen. Wie die Initiative betont, habe man auf die wörtliche Wiedergabe bestimmter, im Umlauf befindlicher Formulierungen bewusst verzichtet – aus Respekt gegenüber dem Amt und dem Wunsch, die Auseinandersetzung auf konstruktiver Ebene zu führen. Die Erwartung, dass es zu einer öffentlichen Einordnung oder Klarstellung der Aussagen kommen würde, blieb bislang unerfüllt. Eine offizielle Stellungnahme lehnten sowohl die Gemeindeverwaltung als auch Bürgermeister Christian Thegelkamp auf Anfrage ab.
Weitere Informationen zur Initiative finden sich unter: www.zin19.de
zus. Quellen: Pressemitteilungen ZIN19

