Liesborn/Diestedde/Wadersloh (mw/bb). Die Zusammenarbeit der drei Landwirtschaftlichen Ortsverbände ist in den letzten Jahren enger und enger geworden. 2019 feierte man gemeinsam Jubiläum in Wadersloh-Geist. In Zukunft könnten die drei bisher eigenständigen Verbände in der Gemeinde Wadersloh zu einem großen Verband zusammengeschlossen werden. Bei der Jahreshauptversammlung gaben die Vorstände Thomas Schulze Frölich, Karl-Heinz Sandknop und Egbert Lammert einen ersten Ausblick. Dieser Beitrag ist exklusiv für MW+-Abonnenten abrufbar.
Die Landwirtschaft ist im Umbruch. Auch in der Großgemeinde treten die heimischen Landwirte mehr und mehr für ihre Interessen ein und machen auf sich und ihre Arbeit aufmerksam. Am Montagabend tagten die drei Ortsverbände aus Wadersloh, Diestedde und Liesborn im Saal bei Söbke, um die Weichen für die landwirtschaftliche Zukunft zu stellen.Schon zu Beginn der Versammlung kündigten die Ortsverbände an, Fusionsgespräche zu führen. „Der Strukturwandel ist auch in Wadersloh bemerkbar. Wir möchten die Kräfte unserer 280 Mitglieder-starken Verbände künftig bündeln und ein gemeinsames Vorstandsteam von 12-15 Leuten aufbauen“, so Karl-Heinz Sandknop im Gespräch mit MW. Abgestimmt werden soll voraussichtlich zum Jahresende.
Hochaktiv waren die Landwirte im Jahr 2019, wie die Jahresberichte zeigten. In Liesborn gab es neben dem obligatorischen Feldbegang die tradtionelle Radtour mit den Landfrauen und die Unterstützung beim Erntedankfest. In Wadersloh legten etliche Landwirte im April und Mai Blühstreifen an, zudem beteiligte man sich aktiv am „Herbstreiben“ und dem Pfarrfest. Im November ging es zur Agritechnica nach Hannover. Auch in Diestedde gab es gemeinsame Radtouren und Feldbegänge. Gemeinsam mit den Landfrauen wurde der Windpark am Schmiesbach erkundet. Unterstützt hatte man zudem das 90-Jährige Jubiläum der Diestedder Landfrauen. Das eigene Jubiläum der drei Ortsverbände (Wadersloh und Liesborn feierten den 100., Diestedde den 150. Jahrestag) feierte man im Juli mit großem Festprogramm an der „Alten Schule Geist„.

Der zweite heiße Sommer in folge bereitete den heimischen Landwirten aber auch Sorgen. Der Ernteausfall und schwankende Erträge sowie die Verschärfung der Düngeordnung prägten das Jahr 2019. Gesprächsthema war aber auch die Initiative „Land schafft Verbindung“. Die überwiegend junden Landwirte aus der Großgemeinde waren hier aktiv und beteiligten sich u.a. an den Treckerkorsos , Info-Ständen und Mahnfeuern. Die Solidarisierung der Landwirte untereinander wurde von den Vorständen der Ortsverbände positiv gesehen. Mehr als 150 Mitglieder zählt die Gruppe in Wadersloh. Neben der privaten Initiative „Land schafft Verbindung“ ist auch der WLV bestrebt, die Landwirte und ihr Image verstärkt in der Öffentlichkeit darzustellen. Dazu referierten Andreas Westermann, Maximilian Wulf (Aktuelles aus dem WLV) und Ulrich Bultmann (Bericht der Geschäftsstelle WAF der Landwirtschaftskammer).
Fotos/Text: Brüggenthies




