Geburtstagskonzert: Mehr-Generationen-Chor feiert Jahrestag mit eindrucksvollem Konzertabend (+Video)

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Mit einem Crossover-Sommer-Konzert entführte der Diestedder Mehr-Generationen-Chor (MGC) das Publikum am Sonntagabend in eine faszinierende Musikwelt zwischen Africans, Gospels und Filmmusik. Unter der Leitung von Raúl Huesca Valverde lieferte der Chor eine Leistung ab, die hinsichtlich der Songauswahl und der musikalischen Qualität durchaus beachtlich war. Der Mehr-Generationen-Chor beschränkte sich bei dem Konzertabend nicht auf ein Musikgenre, sondern wurde auch zu einem Mehr-Genre-Chor und brachte nicht nur Gospels und Africans zu Gehör, sondern auch ein Potpourrie aus der Welt der Filmmusik. [UPDATE, Mitschnitt jetzt verfügbar]

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Schon zu Beginn sorgte der Chor mit einem choreographierten Einzug für einen kleinen optischen Höhepunkt, den das Ensemble mit dem dreistimmig vorgetragenen „I’m gonna sing“ von Stefan Kalmer zum Auftakt auch akustisch stimmungsvoll untermauerte. Mit weiteren Gospelklassikern wie „Where you there) (Wilfried Fischer) oder „Kum Ba Yah“ stimmte der Chor auf den zweiten Programmteil ein, der mit sehr viel mehr „Wumm“ zu Gehör gebracht wurde, Besonders im Gedächtnis dürften dabei die Stücke „Yakanaka“ (Henry O. Millsby) und „O Re Mi“ (Mike Brewer) allen Anwesenden in der Nikolauskirche zu Diestedde in Erinnerung bleiben. Im dritten und letzten Programmteil des Konzertprogramms durfte dann noch einmal geträumt werden: Der MGC holte die schillerende Filmwelt Hollywoods nach Diestedde. Mit „California Dreamin'“ setzte der Chor – bewusst oder unbewusst- dem 2015 verstorbenen ehemaligen Musikus-Vorsitzenden und Musiklehrers Christoph Hein ein kleines musikalisches Denkmal, denn das Lied zählte in nahezu allen Unterrichtsstunden Heins zum Pflichtprogramm.

Ein weitere Hommage gab es an den Musiker Leonard Cohen (gest. 2016) : Mit „Halleluljah“ durfte das Publkum ein weiteres Mal in die Welt des Films eintauchen und vielleicht auch leise mitsummen. Auch das Abschlusslied „I will follow him“ (Eckart Hehrer) ist seit den 1990ern ein Ohrwurm-Garant, der unter dem Dirigat von Huesca-Valverde zu einem vierstimmigen Höhepunkt des Abends wurde. Nicht zuletzt sorgte dabei auch die Stimme von Solistin Anja David – die nah am Original aus dem Film Sister Act blieb- für einen Gänsehautmoment. Mit stehenden Ovationen ging nach einer weiteren Zugabe ein beindruckender Konzertabend zuende, nicht jedoch die Feierlichkeiten zum 1. Jahrestag des Chors, die rund um das Karl-Leisner-Heim bei kühlen Getränken und Heißem vom Grill ausklangen. Der Mehr-Generationen-Chor hat auch in Zukunft noch viel vor – das dürfte jeder Konzertbesucher an diesem Abend bemerkt haben.

Bildergalerie „Crossover-Sommer-Konzert“

Konzertmitschnitt jetzt auf Youtube ansehen [Update vom 16. Juli 2017]

Konzertkritik/Fotos/Videos: Benedikt Brüggenthies


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