Liesborn (mw/bb). Tapps, Tapps, Tapps. Die schweren Holzbodenbohlen würden knarzen, aber nicht, wenn der orangene Abteikater mit seinen Glitzer-Samtpfoten durch die historischen Abteigefilde streunt. Der Museums-Arbeitstag beginnt für Theophil in der Vorweihnachtszeit nicht wie sonst: Er hat eine (Weihnachts-) Mission! Die Abteikater- Theophil-Glitzerpfoten-Ausstellung muss rechtzeitig zum 1. Advent fertig sein, damit die Museumsbesucherinnen und -besucher jeden Alters staunen und stöbern können.
„Ob ich das schaffe“, maunzt der Abteikater und sieht sich hilfesuchend um. Museumstechniker Burkhard Fischer und Museumspädagogin Antje Mengelkamp sind zur Stelle! Mit der menschlichen Unterstützung klappt es wie am sprichwörtlichen Schnürchen. Der Einsatz hat sich gelohnt: Aus drei Ausstellungsräumen des Museums Abtei Liesborn ist auch in diesem Jahr ein Winter-Weihnachts-Wunderland mit extraviel Glitter und noch mehr Entdeckungswert geworden. Pädagogisch wertvoll ist der Vor-Weihnachtsspaß auch noch.






Weit gereist sei der Abteikater Theophil berichten die menschlichen Kolleginnen und Kollegen über den tierischen Helden auf vier Pfoten. Weltweit habe er Ausschau gehalten nach Weihnachtstraditionen. Verpackt sind diese auf kreative Art und Weise als Überraschungs-Adventskalender im XXL-Format im „grünen“ und „roten“ Raum. In einer Kaffeemühle, in einer Schatztruhe, in einem Puppenhaus, Kommode und Schrank – alles, was eine Tür oder ein Kläppchen hat, ist perfekt geeignet für liebevoll dekorierte Szenen zum Entdecken, Schmunzeln und Spaß haben. Begrüßt werden die Museumsgäste mit einem Brief vom Abteikater, der eine passende Anleitung mit Infos zu Weihnachtstraditionen verfasst hat. In der Weihnachtsausstellung können die Türchen für die Adventstage 1 bis 23 dann alle auf einmal, aber natürlich der Reihenfolge nach, geöffnet werden. Nur das 24. Türchen (verpackt in einer historischen Schuhputzkiste mit rotem Schleifenband) bleibt noch geheim.








„Spannend ist es, wenn die Leute das erste Mal das Ergebnis sehen“, strahlt Antje Mengelkamp über das ganze Gesicht. Auch Burkhard Fischer ist schon gespannt auf die Reaktionen der Gäste. Er hat über Monate beim Erstellen der Weihnachtslandschaft geholfen. Vor allem die museumseigene Murmelbahn in winterlich-weihnachtlicher Atmosphäre ist ein Hingucker geworden. „Schon erstaunlich, was man aus alten Fensterprofilen basteln kann“, lacht der Museumstechniker. Aus den Profilen wurde nach Ausprobieren und Tüfteln eine Schneekugelbahn. Prädikat: besonders nachhaltig! Die ganze Ausstellung entstand Stück für Stück beim Aufbau und so wurden die kleinen Advents-Puzzle ein großes ganzes Abenteuer. Neben interaktiven Elementen, darunter eine Lese-Lounge vor dem knisternden LED-Kamin, gibt es zwei Gewinnspiele. Unter anderem gilt es, versteckte Glitzerpfoten-Theophils zu finden, die es sich an ungewohnten Plätzen gemütlich gemacht haben.
Und was macht Theophil, wenn jetzt viele Besucherinnen und Besucher ins Museum kommen? Er jagt bestimmt Kirchenmäuse. Zum Glück kann es da kein Malheur geben: Der Weihnachtsbaum samt Christbaumkugel wurde in diesem vom Treppenhaus ausquartiert und leuchtet und glitzert stattdessen vor dem Hauptportal.
Nicht vergessen: Der traditionelle Kinderweihnachtsmarkt findet am 6. und 7. Dezember statt. Jeweils ab 14 Uhr laden zahlreiche Kreativstände und ein buntes Rahmenprogramm zum Entdecken ein.














Fotos/Text: mw/bb.


