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Musik liegt in der Luft: Liesborner Heimatverein stellt sein neues Geschichtsheft vor [GASTBEITRAG]

 Liesborn (mw/gast). Zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Liesborn e.V. legte die Geschichtswerkstatt ihr neues Geschichtsheft vor. Die 34. Ausgabe der Reihe beschäftigt sich mit dem Thema Musik. Einige Musikgruppierungen haben in den vergangenen Jahren runde Jubiläen gefeiert und aus diesem Anlass auch Festschriften herausgegeben. Bernd-Peter Kerkemeyer vom Heimatverein Liesborn hat einen kleinen Beitrag zu diesem Thema verfasst.

Eine Gesamtschau des musikalischen Geschehens früher und heute fehlte bisher. Das Autorenteam hat versucht, in erster Linie Vergangenes und Vergessenes aus der Liesborner Musikgeschichte aufzuarbeiten. Zahlreiche Fotos illustrieren die Artikel dieses im Vierfarbdruck erstellten Heftes. Wilhelm Plümpe, Martin Rasche und Rudolf Winkelhorst haben sich unter der Redaktionsleitung von Bernd-Peter Kerkemeyer mit den verschiedenen Chören, Kapellen und Konzerten auseinandergesetzt. Unterstützung erhielten sie in diesem Jahr von den Gastautoren Hans-Dieter Hummes, Guido Bierwagen, Bernd Gärtner, Norbert Pinkerneil, Eugen Teigeler und Klaus Luig. Schon daran lässt sich die Vielfältigkeit des musikalischen Spektrums erkennen.

Bisher unbekannte Details aus einer Arbeit von Christoph Hein, dem langjährigen Leiter des Männerchors, über die Musikgeschichte der Abtei, stellt Hans-Dieter Hummes vor, der sich auch den Liesborner Museumskonzerten und seinen Ablegern widmet. Der Geschichte der Orgel in der Abteikirche und der Organisten hat sich Wilhelm Plümpe angenommen. Er hat sich auch mit der Geschichte der Jagdhornbläser beschäftigt und die alle fünf Jahre stattfindenden Heimatabende beleuchtet. Eugen Teigeler liefert eine genaue Beschreibung der drei Glocken der Abteikirche. Dass natürlich der Kirchenchor St. Cäcilia Liesborn & Göttingen, der Männergesangverein „Frohsinn“ und der Spielmannszug Göttingen in einer örtlichen Musikgeschichte nicht fehlen dürfen, unterstreicht Martin Rasche in seinen Beiträgen.

Erst Ende März hatte die Feuerwehrkapelle mit zwei Benefizkonzerten für die Innenrenovierung der Abteikirche ihr großes Können unter Beweis gestellt. Gegründet 1930 war die Kapelle in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg bei verschiedenen Gelegenheiten aktiv. Bernd-Peter Kerkemeyer fand entsprechende Notizen darüber im Dorfbuch des Lehrers Ludwig Fiedler, der die damalige Kapelle geleitet hatte.

Das Titelbild des Heftes zeigt die erste Nachkriegsband „Die Craddys“, der Wilhelm Plümpe einen Bericht gewidmet hat. Sie fanden Nachfolger in den „Norberts“, Norbert Pinkerneil berichtet darüber, aber auch in den Rockgruppen „Inside Vatikan“, beschrieben von Guido Bierwagen, und „Pocahontas on Crack“, dargestellt von Bernd Gärtner. Musikgeschichte in Liesborn geschrieben haben zwei Gruppen, die es leider nicht mehr gibt. Bernd-Peter Kerkemeyer erzählt, wie die „Abtei-Lerchen“, unter der Leitung von Elisabeth Kleineheilmann, und die Gruppe „Fermate“ das Liesborner Musikleben bereichert hatten.  Weiterhin berichtet er über die noch heute sehr aktive Gruppe „Momente“. Weltberühmte Künstler haben in Liesborn gastiert. Daran erinnert Bernd-Peter Kerkemeyer ebenso wie an das Liesborner Liedgut, das Wirtshaussingen, die KFD-Schola, die heilsame Kraft des Singens, drei musikalische Damen, Oma Mense, einen DJ und einen Schlagersänger. Auch den Windhövels, die in Liesborn schon in der dritten Generation „den Ton angeben“, widmet er einen eigenen Bericht. Wer wissen möchte wie der Name „Walibo“ entstand, erfährt dieses in dem Artikel von Klaus Luig aus Bad Waldliesborn.

Wilhelm Plümpe gedenkt in Nachrufen des Ende 2018 verstorbenen Ersten Vorsitzenden des Heimatvereins Jürgen Wende und der langjährigen Korrektorin der Geschichtshefte Annette Müller.

Die einzigartige Zusammenstellung der Liesborner Musikgeschichte mit ihren Chören, Kapellen und Konzerten ist für fünf Euro im Schreibwarengeschäft Nienaber in Liesborn erhältlich.

Fotos/Text: Bernd-Peter Kerkemeyer (Heimatverein Liesborn)


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