Diestedde (mw/bb). Irgendwie ist da etwas, was die St. Nikolaus-KiTa an der Langen Straße in Diestedde besonders macht. Ob es die Lage inmitten von Grün ist? Die Nähe zur kleinen Kirche, die den gleichen Namen trägt? Zuletzt „störten“ nur haushohe Baumaschinen das idyllische Bild. Doch das ist jetzt Geschichte: Passend zum heutigen Beginn des neuen KiTa-Jahres ist zum Wochenende der große Umzug vom angrenzenden Karl-Leisner-Heim ins KiTa-Gebäude erfolgt. Dort war die „Hasengruppe“ in den vergangenen Jahren aufgrund der umfassenden Dachsanierung untergebracht.



Vor der Eingangstür der KiTa-Einrichtung stapeln sich die Kinderstühle, Sitzmatten und Kinderspielzeuge, Malmaterial, Puppenecke und Spielzug-Bausteine. Das Einräumen des Inventars ist an diesem Samstagmorgen eine Gemeinschaftsleistung von KiTa-Team und Eltern. Die Baumaschinen sind aus dem Alltag verschwunden sind, nur die Spielzeugtraktoren im Sandkasten dürfen bleiben. Unbeschwertes Spielen unter einem gemeinsamen Dach: Darauf hat das Team um KiTa-Leiterin Heike Kamphusmann sowie die Eltern und Kinder lange gewartet. Wie geplant hatte die Fachfirma Scheiwe aus Warendorf kurz zuvor die erforderliche Dachsanierung beendet.
„Ja, wir ziehen tatsächlich wieder zurück ins KiTa-Gebäude“, hatte Heike Kamphusmann wenige Tage zuvor freudestrahlend verkündet. Über die Eltern-App wurde die frohe Kunde verbreitet. Seit November 2023 war die KiTa „zweigeteilt“. Ursprünglich als kurzfristige Lösung vorgesehen, wurde daraus eine kleine Geduldsprobe, als feststand, dass das Dach der KiTa über die Jahrzehnte Schaden genommen hatte. Zurück auf Anfang also und auch die Vereine und Gruppen aus Diestedde mussten aufgrund der Dauerbesetzung des Pfarrheims länger als geplant auf die Rückkehr in den Saal des KLH warten. Dort befand sich bis letzte Woche der XXL-Gruppenraum der „Hasengruppe“. Durch die Küche im KLH waren die Räumlichkeiten ideal, dennoch mussten die drei Mitarbeitenden der Gruppe und die 25 Kinder immer geschlossen in das Bestandsgebäude gehen, was immer gut geplant werden musste. Die Personalplanung war dadurch deutlich komplizierter.


Jetzt sind es nur noch wenige Kleinigkeiten, die im Innern erledigt werden müssen. Das Inventar wird verteilt, Dokumente und Spielzeuge einsortiert. Die „Hasengruppe“ ist heute in den Raum der damaligen „Entengruppe“ eingezogen. Und das Karl-Leisner-Heim? Das soll schon in Kürze wieder vollumfänglich genutzt werden können, wie Verwaltungsreferent Thomas Matschke auf Anfrage von MW bestätigte. Die Raumbelegungen laufen dann wieder wie gewohnt über das Pfarramt (Tel. 02523-95360-0).
Die offizielle Einweihung der St. Nikolaus-KiTa soll erst im kommenden Jahr und mit ausreichend Vorplanung stattfinden. Die Zeit bis dahin wird genutzt zur Eingewöhnung der KiTa-Familie an die neuen räumlichen Begebenheiten.
Fotos/Text: B. Brüggenthies



