Wadersloh/Liesborn (mw/bb). Die DRK Wadersloh gGmbH berichtete im Rahmen der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Wadersloh am Freitag (27. März) über die Entwicklung der vier Kindertagesstätten mit inzwischen 101 Mitarbeitenden und fast 300 betreuten Kindern. Geschäftsführer Boris Krumtünger hob insbesondere die Fortschritte in den Bereichen Inklusion, Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtungen in Wadersloh und Liesborn hervor.



Der wachsende Stellenwert von Integration und Inklusion zeigt sich auch am Zahlenwerk: 21 Kinder mit besonderem Förderbedarf werden derzeit betreut, unterstützt durch zehn Integrationskräfte. Krumtünger betonte, dass dies nicht nur personelle Ressourcen erfordere, sondern auch ein enges Netzwerk und kontinuierliche Fortbildungen. Die Einrichtungen arbeiten dabei intensiv zusammen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Krankheitsbildern gerecht zu werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung: Erstmals wurde ein Tagesseminar speziell für Auszubildende und Praktikanten durchgeführt, an dem 14 Teilnehmende mitwirkten. Ziel sei es, frühzeitig Motivation zu schaffen und die Ausbildung nachhaltiger zu gestalten. Parallel dazu wurde die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut, unter anderem soll in diesem Jahr ein „Tag der offenen Tür“ in allen Einrichtungen stattfinden.
Die vier Einrichtungsleiterinnen Alica Mehring (Wunderwelt), Marie Schweighöfer (Pusteblume), Elke Beck (Flohzirkus) und Iris Thülig (Villa Kunterbunt) zeigten in einer Präsentation den lebendigen Alltag in den einzelnen Einrichtungen, die sich mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten profilieren konnten.

In der KiTa „Flohzirkus“ unter Leitung von Elke Beck stehen Bewegung, Naturerfahrungen und Ernährung im Mittelpunkt. Projekte wie die Waldgruppe, Gewässererkundungen gemeinsam mit Eltern sowie die Teilnahme am KiTa-Cup zeigen den praxisnahen Ansatz. Auch generationenübergreifende Projekte, etwa im Rahmen der „Generationenbrücke“, wurden umgesetzt.



Die „Villa Kunterbunt“ setzt ebenfalls auf Bewegung und gesunde Ernährung. Besonders hervorgehoben wurde das 20-jährige Bestehen des Fördervereins, der zahlreiche Anschaffungen ermöglicht. Projekte wie Museumsbesuche der Vorschulkinder oder generationsübergreifende Aktionen unterstreichen die pädagogische Vielfalt.


In der KiTa „Pusteblume“ spielen Nachhaltigkeit und frühmusikalische Bildung eine zentrale Rolle. Zertifizierungen als nachhaltige Einrichtung, Projekte wie Hochbeete, ein „Energy Bike“ oder gemeinsame Aktionen wie Frühjahrsputz und Kerzenherstellung zeigen, wie Umweltbildung praktisch vermittelt wird.

Die „Wunderwelt“ verfolgt weiter ein literaturpädagogisches Konzept. Groß ist die Freude über den abgeschlossenen Umbau und die Erweiterung des Gebäudes und des Außenspiegeländes. Ergänzt wird das Profil durch eine eigene Bücherei mit Ausleihsystem, neue Lesebereiche sowie regelmäßige Aktionen.
Abschließend stellte Boris Krumtünger heraus, dass der Erfolg der Einrichtungen maßgeblich auf dem Engagement der hauptamtlichen Teams beruhe. Gleichzeitig betonte er die wichtige Rolle der ehrenamtlich Tätigen, die die Arbeit unterstützen und ergänzen.


