Diestedde (mw/bb). Gleich zwei besondere Aktionen kurz vor den Osterferien 2026 zeigen, wie vielfältig soziales Engagement schon im Grundschulalter sein kann. Der Förderverein des Grundschulverbunds Wadersloh, Standort Diestedde, hat gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern mehrere Projekte auf die Beine gestellt, die sowohl der Umwelt als auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt zugutekommen.
Lernen im Grünen: Zweitklässler legen Wildblumenwiese an
Mit Gummistiefeln, Spaten und viel Begeisterung machten sich die Zweitklässler am letzten Schultag vor den Ferien auf den Weg zur Soester Straße. Auf dem Hof der Familie Pölling wartete bereits die nächste Aufgabe: die Anlage einer Wildblumenwiese. Unter fachkundiger Anleitung von Bernd Pölling erfuhren die Kinder, warum solche Flächen für Insekten und die Umwelt so wichtig sind. Dann ging es direkt an die Arbeit: graben, harken, säen. Mit sichtbarer Freude verwandelten die Kinder das Stück Land Schritt für Schritt in eine zukünftige Blühfläche.


Bereits im vergangenen Jahr hatte die Aktion unter dem Motto „Wir möchten eine bunte Wildblumenwiese“ großen Anklang gefunden und nun wurde sie erfolgreich fortgesetzt. Neben dem praktischen Einsatz stand vor allem ein Ziel im Mittelpunkt: das Umweltbewusstsein der Kinder nachhaltig zu stärken. Der Förderverein zeigte sich am Ende des Vormittags sehr zufrieden. Ein besonderer Dank galt der Familie Pölling für die Bereitstellung der Fläche sowie den engagierten Eltern, die tatkräftig unterstützten.
Begegnungen, die bleiben: Viertklässler besuchen Seniorenzentrum
Während die Jüngeren in der Natur aktiv waren, erlebten die Viertklässler einen ebenso besonderen Vormittag im Austausch mit der älteren Generation. Im Seniorenzentrum Haus Maria Regina an der Langen Straße trafen sie erstmals persönlich auf ihre Brieffreundinnen und Brieffreunde. Ohne Berührungsängste gingen die Kinder auf die Bewohnerinnen und Bewohner zu, kamen ins Gespräch, spielten gemeinsam und wurden teils sogar auf die Zimmer eingeladen. Neugierig erkundeten sie die Einrichtung, stellten Fragen und zeigten großes Interesse am Alltag der Seniorinnen und Senioren. Die Begegnungen waren auf beiden Seiten geprägt von Offenheit und Herzlichkeit. Am Ende fragten einige Kinder, ob sie ihre neuen Bekanntschaften künftig auch eigenständig besuchen dürften. Genau dieses Interesse und gegenseitige Verständnis hatte sich der Förderverein von Beginn an gewünscht.



Die Grundlage für diese Begegnung wurde bereits im Dezember 2025 gelegt. Damals startete eine Briefaktion zwischen der vierten Klasse und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenzentrums. Im Deutschunterricht verfassten die Kinder persönliche Briefe, berichteten aus ihrem Alltag und stellten Fragen. Die Senioren antworteten. So entstanden 13 kleine „Briefgruppen“, die über Wochen hinweg miteinander in Kontakt standen. Ziel war es, Verbindungen zwischen den Generationen zu schaffen. Ein Vorhaben, das nun sichtbar Früchte trägt.
Engagement geht weiter: Basar im April geplant
Dass das Projekt weiterlebt, zeigt ein Blick in die nahe Zukunft: Am 26. April 2026 planen die Viertklässler einen Basar auf dem Vorplatz des Seniorenzentrums Haus Maria Regina. Angeboten werden gegen eine kleine Spende unter anderem Waffeln, Kuchen, Getränke und selbstgemachte Kleinigkeiten. Mit dem Erlös möchten sich die Schülerinnen und Schüler einen gemeinsamen Abschluss ihrer Grundschulzeit ermöglichen. Gleichzeitig profitieren auch die Bewohnerinnen und Bewohner: Der Basar bietet eine weitere Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch.

Die beiden Aktionen in Diestedde verdeutlichen, was gemeinschaftliches Engagement bewirken kann. Ob beim Einsatz für die Natur oder im Miteinander der Generationen: Die Schülerinnen und Schüler aus Diestedde übernehmen Verantwortung und wachsen dabei über sich hinaus.
Text: mw/bb.; Fotos: Rabea Hegemann (6), mw/bb. (1)


