Münsterland (mw). Das Münsterland bleibt auf Wachstumskurs: Mit 4.793.456 Übernachtungen im Jahr 2025 erreicht die Region einen neuen Höchststand. Wie das Statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) am Montag mitteilte, stiegen die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Auch die Gästeankünfte legten leicht um 0,8 Prozent zu.
„Die Tourismusbranche verzeichnete 2025 erneut Rekordwerte. Wir sind zufrieden, dass die Zahlen weiter nach oben gehen. Das zeigt uns, dass wir im Münsterland mit unserer Arbeit die richtigen Wege gehen“, sagte Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus beim Münsterland e.V.. Im Durchschnitt blieben Besucherinnen und Besucher 2,5 Tage in der Region.
Als einen zentralen Erfolgsfaktor sieht Kösters die starke Positionierung als Radregion. Vor allem die 100-Schlösser-Route mit ihren vier Rundkursen verbinde mehr als 100 Schlösser und Burgen und mache die charakteristische Parklandschaft mit ihrer bundesweit nahezu einzigartigen Dichte an Adelssitzen erlebbar. Zudem profitiere das Münsterland vom anhaltenden Trend zum Urlaub im eigenen Land. „Die hohe Nachfrage im Deutschlandtourismus kommt auch uns zugute – trotz der allgemeinen Konsumzurückhaltung“, so Kösters.
Um die positive Entwicklung zu verstetigen, setzt der Münsterland e.V. auf den weiteren Aufbau einer starken Regionalmarke. Ziel sei es, die Identität des Münsterlandes zu schärfen und die Region als Reiseziel noch attraktiver zu machen. Dies gelinge nur mit starken Partnern, gezieltem Marketing und einem engen regionalen Netzwerk. „Die Menschen sollen wissen: Das gute Leben findet man hier“, betonte Kösters.
Der Tourismus gilt im Münsterland als bedeutende Querschnittsbranche. Er stärkt die Standortattraktivität, fördert Infrastrukturprojekte und stabilisiert die regionale Wirtschaft. Neben Hotellerie und Gastronomie profitieren unter anderem Einzelhandel, ÖPNV, Freizeit- und Erlebnisanbieter, regionale Produzenten sowie zahlreiche Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe.
Gleichzeitig steht die Branche vor Herausforderungen: gestiegene Betriebskosten, wirtschaftliche Unsicherheiten, zunehmende Bürokratie sowie Fach- und Servicekräftemangel. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, seien Investitionen in Infrastruktur, Servicequalität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit notwendig.
Vor diesem Hintergrund hat der Münsterland e.V. erfolgreich EU-, Bundes- und Landesmittel eingeworben. So wird das Projekt „Dein Schloss-Erlebnis – digital, flexibel, innovativ!“ zu 80 Prozent gefördert. Geplant sind unter anderem individuelle, digitale Kurzführungen durch ausgewählte Highlight-Schlösser der Region. Zudem arbeitet das Münsterland an einer TourCert-Zertifizierung als nachhaltiges Reiseziel.
Quelle: Münsterland e.V.


