Liesborn (mw). Eine außergewöhnliche Verbindung von Musik, Sprache, Tanz und Bild erwartet das Publikum am Sonntag, 22. Februar, um 17 Uhr im Klosterhof Liesborn (Abteiring 19). Dann feiert das TanzDrama von Kumiko und Christoph Ogawa-Müller seine Premiere. Das Werk soll europäische und japanische Kultur in einer poetischen Erzählung miteinander verknüpfen.
Im Mittelpunkt steht eine traumhafte Begegnung der mittelalterlichen Königin Mathilde (um 896–968), Ehefrau Heinrichs I. und Mutter Kaiser Ottos des Großen, mit Motiven aus dem japanischen Märchen der Prinzessin Kaguya. Legende und Geschichte treten dabei in einen Dialog zweier Kulturen und lassen zentrale Werte wie Güte, Wahrheit und Frieden lebendig werden.
Geschaffen wurde das Werk von der Organistin und Künstlerin Kumiko Ogawa-Müller anlässlich des 80. Jahrestages der Vereinten Nationen. Es ist eine Kooperation der evangelischen Stiftskirche Enger mit der katholischen Pfarrei St. Margareta Wadersloh und wird im Rahmen des Festivals PhonArt Enger präsentiert. Gleichzeitig eröffnet die Aufführung die Reihe der Geistlichen Abendmusik 2026, die unterstützt wird vom Verein zur Förderung der Kirchenmusik an St. Margareta Wadersloh. Der Aufführungsort Liesborn bietet mit dem ehemaligen Damenstift und der Benediktinerabtei in der unmittelbaren Umgebung des Klosterhofs einen besonderen historischen Bezug zum Thema.
Musikalisch wirken der Kammerchor an St. Margareta Wadersloh sowie das Ensemble Musica Noema unter der Leitung von Dr. Elena Potthast-Borisovets mit. In der Ouvertüre von Christoph Ogawa-Müller erklingen unter anderem die japanische Koto und Percussion. Sakrale Werke a cappella aus verschiedenen Epochen und Kulturräumen setzen zusätzliche emotionale Akzente.
Die Hauptrollen übernehmen Aiko Bormann (Sopran) als Kaiserin Adelheid/Prinzessin Kaguya, Reinhard Hoffmann als Karl der Große/Ziehvater Kaguyas, Christina Nolte als Königin Mathilde, Stefan Mörke als Otto der Große und Ilya Stroh als japanischer Kaiser. Tanz und Instrumentalmusik gestalten Ritsuko Takeyama (Koto), Yukinobu Ishikawa (Percussion), Lucas Huber Sierra (Klavier), Ella Warkentin (Tanz) sowie Mitglieder der Flying Step Academy Berlin, Formation „The Blueprint Berlin“, mit klassischem Ballett und Breakdance.
Eintrittskarten sind ab dem 5. Februar im Pfarrbüro St. Margareta Wadersloh, im Gemeindebüro Ss. Cosmas und Damian Liesborn sowie beim Verein zur Förderung der Kirchenmusik erhältlich (Preiskategorie 1: 25 Euro, Kategorie 2: 20 Euro). Vor der Aufführung besteht die Möglichkeit, das Museum in der ehemaligen Liesborner Abtei zu besuchen und sich auf die mittelalterliche Thematik einzustimmen. Einlass ist am 22. Februar 2026 ab 16.15 Uhr.
Weitere Aufführungen finden am 21. (Premiere) und 24. Februar 2026 um 19 Uhr in der Stiftskirche Enger sowie am 5. März 2026 um 18 Uhr im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin statt.



