Wadersloh (mw/bb). Der Rat der Gemeinde Wadersloh macht den Weg für einen Bürgerentscheid über drei geplante Windenergieanlagen am Herzebrockweg frei. In der Sitzung am Montagabend (12. Oktober) wurde intensiv über das Bürgerbegehren und den weiteren Umgang mit dem Windkraftprojekt diskutiert. Die Ratsmitglieder sprachen sich mehrheitlich dafür aus, am bisherigen Beschluss zur Einleitung der Bauleitplanung festzuhalten. Damit kommt es zum Bürgerentscheid: Die Bürgerinnen und Bürger sollen selbst über die Forderung der Initiative abstimmen.
Ausgangspunkt ist ein Ratsbeschluss vom 16. März 2026. Damals hatte sich der Rat mit 17 Ja- zu 14 Nein-Stimmen dafür ausgesprochen, die notwendigen Schritte zur gemeindlichen Bauleitplanung für drei von der Firma „ProWind“ geplante Windenergieanlagen einzuleiten. Die Anlagen sind im Bereich Herzebrockweg und Waldliesborner Straße vorgesehen, in der Nähe der bereits bestehenden Windenergieanlage am Zentralklärwerk. Mit dem Beschluss wurde noch keine Baugenehmigung erteilt. Vielmehr sollte zunächst ein Planungsverfahren beginnen, in dem die Voraussetzungen für das Vorhaben geprüft werden.

Gegen diese Entscheidung formierte sich Widerstand. Die „Bürgerinitiative für vernünftige Energiepolitik“ sammelte 2.055 Unterschriften. Nach Prüfung durch die Gemeindeverwaltung wurden 1.964 davon als gültig anerkannt. Damit wurde das erforderliche Quorum von 955 Unterschriften deutlich überschritten. Das Bürgerbegehren richtet sich gegen die Einleitung der Bauleitplanung und fordert, dass in dem betreffenden Gebiet künftig kein entsprechendes Planungsverfahren für Windenergieanlagen begonnen wird.
Dies ist ein MW+-Beitrag, denn Demokratie braucht auch unabhängigen Lokaljournalismus, und der muss sich finanzieren können.
Hagen Ostermann: „Nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung“
Für die Initiative trat Hagen Ostermann ans Rednerpult. Er machte deutlich, dass die Unterschriftensammlung aus seiner Sicht ein Erfolg sei. Das selbst gesteckte Ziel sei erreicht worden. Nun blicke die Initiative gespannt auf den weiteren Prozess. Ostermann begründete den Zuspruch mit grundsätzlichen Fragen zur Energiewende und zum Landschaftsbild. Die Landschaft gehöre allen und müsse deshalb bei Entscheidungen über den Ausbau der Windenergie berücksichtigt werden. Die…


