Liesborn (mw/bb). Vermisste Personen, ein verunfallter Pkw und gleich mehrere Einsatzstellen rund um die Abtei Liesborn und die Abteikirche: Bei ihrer Herbstabschlussübung am Samstag (10. Oktober) stellte der Löschzug Liesborn der Freiwilligen Feuerwehr Wadersloh sein Können unter Beweis. Erstmals waren auch Mitglieder der Feuerwehrkapelle und der Jugendfeuerwehrkapelle an der Übung beteiligt. Sie übernahmen dabei selbst Aufgaben in den vorbereiteten Einsatzszenarien.
Rund um das Museum Abtei Liesborn verteilten sich die verschiedenen Übungsstellen. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Rand das Geschehen und konnten beobachten, wie die Feuerwehrleute die gestellten Aufgaben abarbeiteten. Ziel war es, die Rettung von Menschen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.





Eine Besonderheit war die erstmalige Beteiligung der Feuerwehrkapelle und der Jugendfeuerwehrkapelle Liesborn. Die Musikerinnen und Musiker schlüpften für die Übung gewissermaßen in die Rolle von Feuerwehrnachwuchskräften und unterstützten die Kameradinnen und Kameraden bei der Bewältigung der Aufgaben. Für sie war ein eigenes Szenario vorbereitet worden: Im Raum der Pfarrjugend an „Pastor’s Garten“, der umgangssprachlich auch als „Katakomben“ bezeichnet wird, galten zwei Personen als vermisst. Diese mussten gefunden und gerettet werden. Inhaltlich knüpfte die Übung damit auch an den öffentlichen Übungsabend an, der erst wenige Wochen zuvor am Feuerwehrgerätehaus in Liesborn stattgefunden hatte und Interessenten einen niedrigschwelligen Zugang zur Arbeit der Rettungskräfte ermöglichen sollte (MW war dort medienexklusiv vor Ort).







Ein weiteres Szenario wartete am Hauptportal des Museums Abtei Liesborn. Dort war ein Pkw verunglückt. Die Einsatzkräfte mussten die Lage erkunden und die im Fahrzeug befindlichen Personen aus ihrer misslichen Situation befreien. Darüber hinaus galt es, drei vermisste Personen aus der angrenzenden Museumsscheune zu retten. Damit waren die Feuerwehrleute an mehreren Stellen gleichzeitig gefordert. Die verschiedenen Szenarien verlangten eine koordinierte Vorgehensweise und das Zusammenspiel der eingesetzten Kräfte.
Ausgedacht hatten sich die Übungsszenarien die Zugführer Johannes Schulze Ahlke, Andreas Baumhöer und Thomas Meermeier. Die Einsatzleitung lag bei Andrej Zimmermann. Auch die Ehrenabteilung war vor Ort und verfolgte die Herbstabschlussübung. Zum Einsatz kam erstmals das neue Fahrzeug GW-Logistik 2. Daneben waren ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20, ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 und ein Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF-KatS) des Bundes beteiligt.
Am Ende fiel die Bilanz der Übung zufriedenstellend aus: Für die Zuschauer bot sich zugleich ein anschaulicher Einblick in die Arbeit der Feuerwehr und die Herausforderungen, die bei der Suche und Rettung vermisster Personen oder bei Verkehrsunfällen zu bewältigen sind. Die Herbstabschlussübung zeigte dabei nicht nur die Einsatzbereitschaft des Löschzugs Liesborn, sondern auch, wie die verschiedenen Mitglieder der Feuerwehrgemeinschaft bei einer solchen Übung zusammenkommen. Bereits am kommenden Samstag (17.10.) geht es mit der Herbstabschlussübung des Löschzugs Wadersloh weiter.
Fotos/Text: B. Brüggenthies

