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Corona-Update vom 05. April: „Brücken-Lockdown“ soll Zeit verschaffen – Steigende Infektionszahlen in Wadersloh

Wadersloh (mw/bb). Der zweite Ostertag steht nicht nur im Zeichen des höchsten christlichen Festes im Jahresverlauf, sondern ist auch das zweite „Pandemie-Ostern“. Vor rund einem Jahr wurde das Osterwochenende bereits nur im kleinsten Familienkreis gefeiert und auch in 2021 bleibt es bei Kontaktbeschränkungen. In den ersten Tagen könnte sich das noch weiter verschärfen, denn  Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich heute bei einem öffentlichen Auftritt für einen zeitnahen harten Lockdown in NRW ausgesprochen. Das Kreisgesundheitsamt vermeldet für das Osterwochenende indes steigende Zahlen – auch für Wadersloh. Inwieweit diese Zahlen aussagekräftig und vollständig sind, könnten wir momentan nicht beurteilen. Die höheren Infektionszahlen für Wadersloh könnten auch mit stark ausgebuchten Terminen bei den Corona-Teststellen in Wadersloh und Liesborn zusammenhängen.

Ministerpräsident wünscht sich harten „Brücken-Lockdown“ in NRW

Düsseldorf. Armin Laschet hat  sich im Rahmen eines Besuchs eines Impfzentrums in Aachen für einen „Brücken-Lockdown“ sowie um ein Vorziehen des nächsten Corona-Gipfels ausgesprochen. Das berichteten am Ostermontag mehrere überregionale Nachrichtenseiten und berufen sich dabei auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Mit dem möglichen harten Lockdown im April möchte Laschet weiter Zeit gewinnen, um mehr Menschen eine Impfung zu ermöglichen. Seine Einschätzung teile er dabei mit Regierungschefin Angela Merkel (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Nach Medienberichten kritisierte Armin Laschet die fehlenden klaren Entscheidungen beim letzten Bund-Länder-Gipfel und wünscht sich mehr Tempo und schnelleres Handeln. Der nächste Gipfel ist erst für den 12. April angesetzt. Zuletzt hatten die geplanten „Ruhetage“ vor Ostern für viel Diskussionen gesorgt und wurden nur kurze Zeit später wieder ad acta gelegt.

Wie könnte ein „Brücken-Lockdown“ aussehen? Er könnte 2-3 Wochen andauern und sähe noch weniger private Kontakte und am Arbeitsplatz vor. Durchgesetzt möglicherweise auch mit Ausgangssperren in den Abendstunden. Kindertagesstätten und Schulen müssten sich auf das „Notwendige“ konzentrieren. Laschet stellte fest, dass noch immer zu wenig Home-Office-Angebote gemacht werden.  Hier soll es noch Gespräche mit den Wirtschaftsverbänden geben. Zugleich müssen flächendeckende Testangebote geschaffen werden. (Anm. d. Red.: wir berichteten bereits in der vergangenen Woche, dass die Tests an den weiterführenden Schulen in Wadersloh erst in der zweiten Woche des Wechselunterrichts zur Verfügung standen. | Link). Wenig Hoffnung machte Armin Laschet auf eine baldige Öffnung von Gastronomie und den Freizeitbereich. Letzterer müsste sogar noch weiter heruntergefahren werden.

Quelle: NW online (ext. Link), Spiegel online (ext. Link), beide berufen sich auf eine dpa-Meldung

102 Neuinfektionen und 89 Gesundmeldungen am Osterwochenende

Kreis Warendorf (pm). Über die Ostertage ist die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Coronavirus-Infektionen im Kreis Warendorf auf 9295 gestiegen. Das sind 102 Fälle mehr als am Gründonnerstag. 8628 Personen sind inzwischen wieder gesund gemeldet (Donnerstag: 8539). Akut am Coronavirus erkrankt sind derzeit 459 Menschen im Kreis (Donnerstag: 446). Unverändert 208 Menschen im Kreis Warendorf sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit 20 Patienten stationär behandelt, davon zehn intensivmedizinisch, hiervon fünf mit Beatmung. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis liegt laut RKI und Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW) bei 70,2 (Donnerstag: 74,9).

Die aktuellen Fallzahlen in den Städten und Gemeinden:

Quelle: Kreis WAF

• Ahlen: 135 aktive Fälle (-2), 2492 Gesundete (+27), 67 Verstorbene, insgesamt 2694 gemeldete Infektionsfälle seit März 2020 (+25) • Beckum: 40 aktive Fälle (+1), 1142 Gesundete (+10), 28 Verstorbene, insgesamt 1210 Infektionen (+11) • Beelen: 3 aktive Fälle (-6), 163 Gesundete (+7), 1 Verstorbener, insgesamt 167 Infektionen (+1) • Drensteinfurt: 9 aktive Fälle (+5), 261 Gesundete, 5 Verstorbene, insgesamt 275 Infektionen (+5) • Ennigerloh: 36 aktive Fälle (+5), 629 Gesundete (+5), 8 Verstorbene, insgesamt 673 Infektionen (+10) • Everswinkel: 9 aktive Fälle, 173 Gesundete (+1), 1 Verstorbener, insgesamt 183 Infektionen (+1) • Oelde: 65 aktive Fälle (+12), 1177 Gesundete (+6), 23 Verstorbene, insgesamt 1265 Infektionen (+18) • Ostbevern: 48 aktive Fälle (-11), 296 Gesundete (+15), 3 Verstorbene, insgesamt 347 Infektionen (+4) • Sassenberg: 6 aktive Fälle, 329 Gesundete (+2), 6 Verstorbene, insgesamt 341 Infektionen (+2) • Sendenhorst: 25 aktive Fälle (+7), 261 Gesundete, 7 Verstorbene, insgesamt 293 Infektionen (+7) • Telgte: 14 aktive Fälle (-7), 511 Gesundete (+7), 20 Verstorbene, insgesamt 545 Infektionen • Wadersloh: 16 aktive Fälle (+5), 414 Gesundete (+2), 27 Verstorbene, insgesamt 457 Infektionen (+7) • Warendorf: 53 aktive Fälle (+4), 780 Gesundete (+7), 12 Verstorbene, insgesamt 845 Infektionen (+11)

AstraZeneca-Aktion: Impfzentrum Ennigerloh ausgebucht / Impfungen bei Hausärzten möglich

Kreis Warendorf (pm). Die Impfaktion, bei der über 60-Jährige Termine für eine Impfung mit AstraZeneca buchen können, ist auch im Kreis Warendorf gut angelaufen. „Von den rund 7.000 AstraZeneca-Impfdosen, die wir vom Land NRW zur Verfügung gestellt bekommen, werden wir 2.200 im Impfzentrum Ennigerloh weitergeben. Diese Termine sind inzwischen ausgebucht. Die restlichen Impfdosen werden von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten im Kreisgebiet verimpft“, so Verwaltungsleiterin Barbara Weil. Welche Praxen an der Impfaktion teilnehmen, wird der Kreis in Kürze auf seiner Internetseite www.kreis-warendorf.de/Impfung veröffentlichen. Interessierte können dann direkt bei den Arztpraxen einen Termin vereinbaren, eine Buchung über das Terminsystem der KVWL ist nicht möglich.

Für Kurzentschlossene hat das Impfzentrum eine Reserveliste für AstraZeneca eingerichtet (www.kreis-warendorf.de/impfung/impfmoeglichkeiten). Falls Impfdosen übrigbleiben, werden registrierte Personen in der Zeit von 19.30 Uhr bis 21 Uhr telefonisch kontaktiert. Die Impfung erfolgt dann noch am selben Abend im Impfzentrum in Ennigerloh, Westring 10. Voraussetzung ist, dass die Impfwilligen das Impfzentrum innerhalb von 20 Minuten erreichen können.

Der Kreis weist ausdrücklich darauf hin, dass durch die Registrierung kein Anspruch auf eine Schutzimpfung entsteht und es sich zudem um ein sehr begrenztes Impfstoffkontingent handelt. „Die Wahrscheinlichkeit, auf diese Weise eine Impfung zu erhalten, wird vergleichsweise gering sein“, betont Barbara Weil. Zudem besteht diese Möglichkeit nur bis einschließlich 18. April.

Quelle: Kreis WAF

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