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Wilhelmstraße: Alte Ziegelsteine erzählen lebhafte Geschichte [LESERZUSENDUNG]

Wadersloh (mw/gast). Unser Leser Ernst Reineke hat uns wieder mit der Zusendung einer schönen Geschichte von der Wilhemstraße erfreut. Dieses Mal geht es um einen 200 Jahre alten Pfotenabdruck.

Der ominöse Pfotenabdruck auf dem Ziegelstein – von Ernst Reineke

Etwas verwundert scheint Gudino der Hund aus dem Nachbarhaus, als die Kinder in der Wilhelmstrasse  Wadersloh einen „ Fingerabdruck oder Pfotenabdruck“ von ihm nehmen um einzukreisen , wer sich da nachts herumgetrieben hat und den Abdruck auf dem Ziegelstein hinterlassen hat.

Obgleich sich die Abdrücke sehr ähneln, Gudino war es nicht!

Sein Artgenosse vor ca. 200 Jahren hatte wahrscheinlich nie eine Anschnallpflicht mit Hundeleine kennengelernt sondern sich herumgetrieben. Zwei Backsteine mit den Fußabdrücken von Hunden sind bei der Renovierung des ca. 200 Jahre alten Fachwerkhauses  Wilhelmstraße 10 gefunden worden.  Abdrücke  der Hände von Familienmitgliedern eines Bauherren scheinen häufiger bei Renovierungen alter Häuser aufzutauchen. Die Frage, ob es der Haushund des Bauherrn gewesen ist oder ein streunender Artgenosse des Gudino, das bleibt hier sicher ungeklärt.

Ziegelsteine herzustellen und zu brennen hat hier im  südlichen Münsterland eine lange Tradition.

Die Schriften der Heimatvereine Liesborn und Wadersloh haben verschiedentlich dazu veröffentlicht. Bis ins Mittelalter reichen da die Hinweise. Besonders zum Ende des 19. und Anfang  des 20. Jahrhunderts entstanden viele Backsteingebäude deren Verschwinden aus dem Ortsbild Hans-Josef Kellner in dem Buch   „Auf Kleie und Sand“ sehr bedauerte. In diesem Zusammenhang ist zu überprüfen, ob nicht das Haus der alten Vikarie unter Denkmalschutz gestellt werden sollte.

Fotos (2): privat

 


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