Wadersloh/Diestedde/Liesborn (mw/bb). Eine kurze Tagesordnung gab es heute im öffentlichen Teil des 31. Hauptausschusses der Gemeinde Wadersloh. Zwei Mal stand das Thema Schule auf der Agenda der Lokalpolitiker. Zum einen ging es um die kommunale Klassenrichtzahl zum Schuljahr 2020/21. Im Vorjahr hatte die Bildung der Schuleingangsklassen noch für viel Diskussionsstoff gesorgt. Beim zweiten Thema ging es um den Antrag der Jusos um Entschärfung der Schulbushaltestellen am Gymnasium Johanneum. Mein-Wadersloh.de berichtete bereits vorgestern dazu. Dieser Beitrag kann mit einem MW+-Abo gelesen werden.
In Sachen Grundschulklassen bat der Kreis Warendorf via Mail Mitte Januar um Festlegung der Eingangsklassen 2020/2021. Ein Ratsbeschluss muss bis zum 12. Februar 2020 vorliegen. Derzeit (Stand: 23. Januar 2020) gibt es 105 angemeldeten Erstklässler zum kommenden Schuljahr. Die Gemeinde plant die Einrichtung von fünf Klassen. Wie die Verteilung ausgestaltet wird, entscheidet die Schulleitung des Grundschulverbundes in Absprache mit dem Schulträger und dem Schulamt. Diskussionsbedarf dazu gab es im Ausschuss nicht. Die Beschlussvorlage wurde einstimmig angenommen.
Als „unübersichtlich, wuselig, chaotisch und gefährlich“ beschreiben die Jusos Wadersloh die derzeitige Bushaltestellensituation am Johanneum. Die Jungsozialisten reichten einen Antrag ein, in dem sie eine Änderung der bestehenden Situation wünschen. Im Vorfeld hatten die politische Nachwuchs der SPD mit Schülern und Ehemaligen ein neues Konzept erstellt, welches als umweltschonender und nachhaltiger Lösungsansatz dienen könnte. FWG und CDU haben einen ähnlichen Antrag gestellt. Rudi Luster-Haggeney (CDU) erläuterte kurz den Antrag der CDU zur Entschärfung der Situation. Beraten werden soll im zuständigen Ausschuss, in dem auch eine Projektskizze vorgestellt werden soll. Anne Claßen (SPD) wünschte sich eine Vorstellung des Vorschlags. Die Gemeinde hat – so Bürgermeister Christian Thegelkamp- bereits mit dem Städte- und Gemeindebund Kontakt in der Sache aufgenommen. Heino Teckentrup (FWG) äußerte den Wunsch einer gemeinsamen Ortsbegehung. Weitere Fragen gab es zu dem Antrag nicht. Weiter beraten wird im Bauausschuss nach einstimmigen Beschluss.
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Juso-Vorstand Marco Zaremba, Foto: SPD Wadersloh
Nach dem öffentlichen Teil der Ausschusssitzung hatte MW kurz Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Juso-Vorsitzenden Marco Zaremba: „Wir Jusos haben den Antrag mit Schülerinnen und Schülern sowie Ehemaligen zusammen erarbeitet und gehen auf deren Wünsche ein. Wie die FWG auch in der Sitzung vorgeschlagen hat, befürworten wir eine Ortsbegehung mit allen Beteiligten, um unseren konkreten Vorstoß voranzubringen. Gleichzeitig bin ich etwas irritiert von den Vorstellungen der CDU-Fraktion, dass konkrete bauplanerische Skizzen vorliegen sollen, um das Thema weiter zu beraten: In den bisherigen Diskussionen gab es bisher nur den groben Willen, etwas an der Situation zu verändern. Die Bauplanung und konkrete Erarbeitung liegt dann bei Rat und Verwaltung. Unser Konzept und unsere Skizzen gehen dabei schon sehr ins Detail und könnte den ersten Weg in die richtige Richtung weisen, um die Haltestellensituation nachhaltig, umweltschonend und sicher zu gestalten. Wir freuen uns aber, dass unser Antrag zur weiteren Beratung einstimmig in den BPA verwiesen wurde.“ / Projektskizze der Jusos
Unter dem Thema Verschiedenes gab Christian Thegelkamp bekannt, dass die Romo-Freunde den Festumzug in Liesborn beflaggen möchte. Nach Rücksprache mit Elektro Ostkamp werden keine Probleme gesehen. Einzelheiten sollen noch abgestimmt werden. Der Bürgermeister lobte den große ehrenamtlichen Einsatz der Romo-Freunde. In Bezug auf die Kommunalwahl sprach Christian Thegelkamp noch über die Verhältnismäßigkeit der Wahlkreisgrößen. Wahlbezirk 10 (Wadersloh) wird dazu neu zugeschnitten und dem Wahlbezirk 9 zugeordnet. Endgültig beschlossen wird im Wahlausschuss.
Ausschussmitglied Norbert Borghoff (FWG) sprach die Übergangslösung der Ersatzhaltestelle Kirche an. Ob Provisorium oder Dauerlösung ist noch von anderen infrastrukturellen Planungen abhängig. Klaus Grothues (CDU) erkundigte sich nach den Verkehrszeichen an der Wilhelmstraße („unechte Einbahnstraße“). Heino Teckentrup (FWG) wies auf die bisherige Kennzeichnung hin. In dieser Sache wird die Verwaltung noch einmal recherchieren. Teckentrup sprach ebenfalls de Bushaltestelle Kirche an und verwies auf den zentralen Ort. Er wünschte sich Gespräche in den Fraktionen und der Bürgerschaft. Angesprochen hatte er zudem die unzureichende Beleuchtung im OT Diestedde und machte den Vorschlag der Installation elektrischer Türöffner für den Ratssaal. Norbert Borghoff (FWG) ergänzte die Idee der Einführung eines sog. Euroschlüssels für das Behinderten-WC im Rathaus.
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