Wadersloh (mw/bb). Die DKMS-Typisierungsaktion der Schülervertretung des Gymnasiums Johanneum war eine von rund 30 Stationen der diesjährigen „Glücksrallye“ des Gewerbevereins Wadersloh und ergänzte das vielfältige Programm der Veranstaltung um einen besonders gesellschaftlich relevanten Baustein. Während die „Glücksrallye“ mit ihren Stationen Besucherinnen und Besucher zu Betrieben und Aktionen in der Region führte, bot die SV des Johanneums zusätzlich die Möglichkeit, sich unkompliziert als potenzielle Stammzellspenderin oder -spender registrieren zu lassen. Möglich gemacht wurde die Aktion auch durch die Firmen fleiter media und Karl-Heinz Junker GmbH, die ihren „Nachbarschaftsklönen“ im Rahmen der „Glückrallye“ gerne für die ergänzende Aktion zur Verfügung stellten.
Trotz zwischenzeitlich geringerem Besucheraufkommen als erhofft konnte die Station am Aktionstag noch 22 neue Registrierungen verzeichnen. Zusammen mit weiteren angekündigten Nachregistrierungen aus dem schulischen Umfeld rechnen die Organisatoren insgesamt mit insgesamt rund 100 Neuregistrierungen im Rahmen der Aktionswoche. Ergänzend kamen durch Verkauf und Spenden am Sonntag zudem mehrere hundert Euro zusammen, die in zukünftige Registrierungen und Materialkosten der DKMS fließen sollen.



Entscheidend sei für das SV-Team vor allem, dass jede einzelne Registrierung potenziell Leben retten könne, unabhängig von der Gesamtzahl oder den äußeren Bedingungen am Veranstaltungstag. Auch wenn das Wetter und die zeitweise geringere Besucherfrequenz die Erwartungen etwas dämpften, zieht die SV des Johanneums ein positives Gesamtfazit. Die Aktion war Teil eines größeren Engagements der Schülervertretung, das bereits im Vorfeld mit einer schulischen DKMS-Informationsveranstaltung begonnen hatte. Dort hatten sich bereits 72 Schülerinnen und Schüler registriert. Mit der Station im Rahmen der „Glücksrallye“ wurde dieses Engagement nun in die Öffentlichkeit getragen und weitergeführt.
Kommentar
Das Engagement der Schülervertretung des Johanneums verdient besondere Anerkennung. Mit großer Eigeninitiative haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine organisatorisch anspruchsvolle Typisierungsaktion auf die Beine gestellt, sondern sie auch konsequent in ein öffentliches Format wie die „Glücksrallye“ eingebunden. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Kontinuität: Neben einer schulischen Informationsveranstaltung nutzen die Schülerinne und Schüler das Projekt, um sowohl innerhalb der Schulgemeinschaft als auch in der Öffentlichkeit das Thema Blutkrebs bekannter zu machen und potentielle Lebensretter zur einer Registrierung bei der DKMS zu bewegen. Dass dabei am Ende rund 100 potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender gewonnen sowie zusätzliche Spenden gesammelt werden konnten, unterstreicht den praktischen Nutzen des vorbildlichen Engagements der jungen Menschen! Hut ab!
Fotos/Text/Kommentar: B. Brüggenthies


