Diestedde (mw/bb). Der Saisonabschluss der ersten Mannschaft des SV Diestedde stand nicht nur im Zeichen des Sports, sondern auch der gelebten Solidarität. Im Rahmen des letzten Heimspiels der Saison gegen Oelde-Lette übergaben die Fußballer einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro an den Förderverein
„Weishauptmann“ des Kinder- und Jugendhaus Hauptmann in Lippetal-Herzfeld.
Die Spendenaktion war von der erste im Vorjahr neugegrüneten Mannschaft selbst initiiert worden. Unter dem Motto „Wer Gutes erfährt, kann auch Gutes zurückgeben“ sammelte das Team seit Mitte März bei allen Heimspielen Geld für die Einrichtung. Für jedes verkaufte Getränk und jede Bratwurst flossen 50 Cent in den Spendentopf, zusätzlich konnten Besucher über aufgestellte Spendendosen die Aktion unterstützen. Insgesamt kamen so 800 Euro zusammen. Ein Sponsoringpartner stockte die Summe schließlich um weitere 200 Euro auf. Den Spendenscheck nahmen Neele Höckenschnieder und Adrian Kanein vom Kinder- und Jugendhaus Hauptmann entgegen. Die Mittel sollen in Abstimmung mit den Jugendlichen für Anschaffungen vor Ort oder gemeinsame Unternehmungen verwendet werden.
Bei der Übergabe würdigte die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Ulrike Keitlinghaus das Engagement der Mannschaft. Sie hob hervor, dass es besonders bemerkenswert sei, bereits in der ersten Saison einer neu gegründeten Mannschaft soziale Verantwortung zu übernehmen. „Toll, den eigenen Sport, das eigene Hobby zu nutzen und auch gleich an andere zu denken“, sagte Keitlinghaus. Die Spende komme Kindern und Jugendlichen zugute, die einen schweren Start ins Leben hatten. Sport könne dabei Gemeinschaft stiften, Verbindungen schaffen und Selbstvertrauen vermitteln.
Auch Mannschaftskapitän Christoph Brinkmann blickte auf eine besondere erste Spielzeit zurück. Nach acht Jahren ohne Seniorenfußball war in Diestedde zur Saison 2025/26 wieder eine Herrenmannschaft an den Start gegangen. „Wir haben viele neue Herausforderungen, neue Abläufe und neue Spieler integriert. Am Ende können wir sagen, dass wir aus allen Spielen viel mitgenommen haben. Die Mannschaft hat gekämpft und sich entwickelt“, betonte Brinkmann. Sein Dank galt dabei ausdrücklich den Spielern, Trainern, Helfern, Sponsoren und den zahlreichen Zuschauern. „Alle, die den Weg zu unseren Spielen gefunden haben, sind ein wichtiger Teil dieser Mannschaft und des Vereins.“




Besonders hob der Spielführer die Unterstützung der Sponsoren hervor. Deren Engagement ermögliche viele Projekte im Vereinsleben und fördere nicht zuletzt die Jugendarbeit. Zudem kündigte Brinkmann an, dass auch in der kommenden Saison Herrenfußball in Diestedde gespielt werde. Einige Neuzugänge stünden bereits fest.
Der SVD-Vorsitzende Bernd Pölling erinnerte daran, dass die Rückkehr des Seniorenfußballs vor einem Jahr noch ein Wagnis gewesen sei. „Wir hatten einige Jahre keinen Seniorenfußball mehr in Diestedde. Umso glücklicher sind wir, dass wir dieses Experiment eingegangen sind“, sagte Pölling. Die Resonanz sei überwältigend gewesen. Zuschauer, Betreuer und das gesamte Umfeld hätten die Mannschaft hervorragend unterstützt. „Für eine Kreisliga C ist das nicht selbstverständlich, sondern etwas ganz Besonderes.“
Seinen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an die Spieler und das Trainerteam um Philipp Habrock und Jasper Stuckmann. Vor allem Habrock habe mit seinem Engagement nach der Devise „Jetzt oder nie!“ entscheidend dazu beigetragen, dass die Mannschaft gegründet wurde. „Wir sind stolz darauf, wieder eine erste Mannschaft in Diestedde zu haben“, so Pölling.
Sportlich endete der Nachmittag trotz einer engagierten Leistung mit einer knappen 4:5-Niederlage gegen Lette. Das Ergebnis rückte angesichts der gelungenen Spendenaktion und des erfolgreichen Neustarts des Seniorenfußballs jedoch in den Hintergrund. Mit der Übergabe der 1.000-Euro-Spende setzte die erste Mannschaft des SV Diestedde zum Saisonabschluss ein starkes Zeichen – nicht nur auf de, Fußballplatz sondern auch im gesellschaftlichen Miteinander.
Fotos/Text: B. Brüggenthies



