Diestedde (mw/bb). Bei der Damengarde des Schützenvereins Diestedde steht ein sichtbarer Wandel an: Das bislang charakteristische Barett wird künftig nicht mehr Teil der Kleiderordnung sein. Nach intensiven Diskussionen und einer demokratischen Abstimmung innerhalb der Gruppe fiel die Entscheidung, sich von der Kopfbedeckung zu trennen. Über viele Jahre hinweg hatte das Barett die Mitglieder der Damengarde begleitet: Bei sommerlicher Hitze ebenso wie bei regnerischen Umzügen und geselligen Stunden auf den Festplätzen. Entsprechend emotional fällt der Abschied aus. Augenzwinkernd kündigt die Damengarde in den sozialen Netzwerken sogar eine symbolische „Beerdigung“ des Baretts beim Schützenfest 2026 an.

Hinter der Entscheidung stehen jedoch handfeste Gründe. In den Gesprächen wurden unter anderem der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis sowie unterschiedliche Trageweisen thematisiert, die zu einem uneinheitlichen Erscheinungsbild führten. Auch optische Kritikpunkte spielten eine Rolle. Zudem sei das Barett aus Sicht vieler Mitglieder nicht mehr zeitgemäß. Mit dem Verzicht auf die Kopfbedeckung möchte die Damengarde künftig ein moderneres und einheitlicheres Auftreten erreichen. „Ein bisschen frischer Wind schadet nie“, heißt es aus den Reihen der Gruppe. Gleichzeitig entsteht buchstäblich Raum für neue Ideen und nicht zuletzt für individuelle Frisuren. Trotz aller Veränderungen bleibt die Wertschätzung für das langjährige Erkennungsmerkmal bestehen: „Wir danken dir für deine Dienste“, verabschiedet sich die Damengarde in Richtung ihres bisherigen Begleiters.
Foto/Text: B. Brüggenthies

