Wadersloh (mw/bb). Ein volles Schul- und Sporthallengebäude, zahlreiche Informationsstände und viele neugierige Jugendliche: Die Berufs- und Studieninformationsmesse (BIM) in Wadersloh hat auch 2026 wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher angezogen. Zum achten Mal öffnete die Sekundarschule an der Winkelstraße am Samstagvormittag ihre Türen für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Unternehmen aus der Region.



Organisiert wurde die Messe erneut von der Kolpingsfamilie Wadersloh. Das Team um Hauptorganisator Stefan Wapelhorst zog nach dem Messewochenende eine positive Bilanz. Von 9.30 bis 13.30 Uhr nutzten zahlreiche Jugendliche die Gelegenheit, sich direkt bei Betrieben, Behörden und Bildungseinrichtungen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren. Zu Beginn begrüßten die beiden Bürgermeister Christian Thegelkamp (Wadersloh) und Amtskollege Klaus Vorderbrüggen (Langenberg) als kommunale Kooperationspartner die Aussteller in der Schulaula. Im Anschluss öffneten sich die Schultore dann für rund 1000 Schülerinnen und Schüler, zuzüglich interessierter Eltern und auch einige Bürgerinnen und Bürger.

Mit insgesamt 108 Einträgen im Ausstellerverzeichnis wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Das gab bereits im Vorfeld viel Rückendeckung. „Ich freue mich einfach, dass unsere Idee wieder Früchte getragen hat und so viele Besucher da sind“, sagte Hauptorganisator Stefan Wapelhorst im Gespräch mit MW. Auch von den Ausstellern sei viel positives Feedback gekommen – nicht nur wegen der Besucherzahlen, sondern vor allem wegen der intensiven Gespräche mit den jungen Menschen.





Breites Angebot für die Berufsorientierung
Neben den Klassenräumen der Sekundarschule Wadersloh wurde auch die Sporthalle an der Stromberger Straße erneut als Ausstellungsfläche genutzt. In beiden Gebäuden und auch im AUßenbereich (leider etwas naß aufgrund der Witterung) präsentierten sich kleine Handwerksbetriebe ebenso wie große Industrieunternehmen, Behörden, Dienstleister, Berufskollegs, Verbände und Universitäten. Damit deckte die BIM wie schon in den Vorjahren ein breites Spektrum möglicher Berufswege ab.
Viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Johanneum Wadersloh, der Sekundarschule selbst sowie der Konrad-Zuse-Schule Langenberg waren vor Ort. Auch Jugendliche aus weiteren Schulen der Umgebung informierten sich über Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und klassische Studienmöglichkeiten.
Fachkräftesicherung im Fokus
Der Wadersloher Bürgermeister Christian Thegelkamp betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die regionale Wirtschaft. In Gesprächen mit Unternehmern werde immer wieder deutlich, wie wichtig Nachwuchskräfte für die Betriebe seien. Viele Unternehmen bildeten bereits seit Jahren selbst aus oder hätten extra den Ausbilderschein erworben, um junge Menschen an Berufe heranzuführen. Wichtig sei dabei auch die Rolle der Eltern, die ihre Kinder bei der Suche nach dem passenden Beruf begleiten.







Auch aus der Nachbargemeinde kam positive Resonanz. Für die Gemeinde Langenberg war es bereits die vierte Teilnahme an der BIM. Bürgermeister Klaus Vorderbrüggen lobte insbesondere das Engagement der vielen Helferinnen und Helfer, die eine solche Veranstaltung erst möglich machten und dankte insbesondere der Kolpingsfamilie Wadersloh für den ehrenamtlichen Einsatz. Genau dieser war ein wesentlicher Bestandteil der BIM. Die Organisation, der Aufbau der Stände, das Catering und die Betreuung der Veranstaltung werden größtenteils von Mitgliedern der Kolpingsfamilie und weiteren Unterstützern getragen. Auch befreundete Vereine halfen mit, etwa bei Parkmöglichkeiten oder beim Sanitätsdienst (hier half die DRL Bereitschaft Wadersloh aus).
Für Stefan Wapelhorst ist genau das ein Kernanliegen: „Das ist Kolping. Wir setzen uns für junge Menschen und für das Thema Beruf ein.“ Gleichzeitig sei er stolz auf den großen Zusammenhalt im Team, das mit viel Einsatz die Messe vorbereitet habe.






Planung mit vielen Details
Die Organisation einer Messe mit über hundert Ausstellern bringt auch Herausforderungen mit sich. Jeder Stand muss eingeplant, die Räume vorbereitet und Wege für Besucherinnen und Besucher strukturiert werden. „108 Aussteller brauchen 108 Stände“, erklärte Wapelhorst. Auch Wetterfragen spielten eine Rolle, da einige Stände im Außenbereich aufgebaut waren. Trotz dieser Herausforderungen überwog am Ende die Zufriedenheit. Die Messe habe erneut gezeigt, wie groß das Interesse an persönlicher Berufsberatung sei. Dankbar ist man vor allem den helfenden Händen hinter den Kulissen, die dazu beitrugen, dass die SKW am Samstagabend bereits wieder „unterrichtsbereit“ für die kommende Schulwoche war.
Nach intensiven Vorbereitungstagen, teils mit zwölf Stunden Arbeit, freute sich nicht nur der Haupt-Organisator nach dem geglückten Abbau vor allem auf eine kurze Verschnaufpause und nach getaner Arbeit auf das heimische Sofa. Wenn alles passt, soll die BIM auch in zwei Jahren wieder stattfinden. Die erfolgreiche Resonanz von Ausstellern und Besucherinnen und Besuchern zeigt, dass die Messe für viele junge Menschen ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die berufliche Zukunft ist.
Video/Fotos/Text: B. Brüggenthies;
Disclaimer: Wir danken der Sparkasse Münsterland Ost
für das Sponsoring zur BIM-Berichterstattung 2026


