Diestedde (mw/bb). Wie sicher ist der Schulweg in Diestedde? Mit dieser Frage befasst sich der Hauptausschuss am 3. März. Im Mittelpunkt steht ein Antrag der CDU-Fraktion zur Verbesserung der fußläufigen Verbindung von der Bushaltestelle Kettelerstraße zur Grundschule im Ortsteil Diestedde.
Die CDU hatte ihren Antrag bereits am 10. März 2025 eingereicht. Anlass war die aus ihrer Sicht unzureichende Situation auf dem letzten Abschnitt des Schulwegs. Bis zur Linkskurve können Kinder einen Bürgersteig nutzen, danach müssen sie ein Stück auf der Straße gehen. Gerade zu Stoßzeiten komme es dort zu kritischen Situationen: Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Rückseite des Schulhofs, zudem nutzen Wohnmobile die Zufahrt zur Turnhalle. Kinder müssten dann auf einen unbefestigten Randstreifen ausweichen, der sich in schlechtem Zustand befinde. Viele Eltern empfänden die Lage als gefährlich.
Der Antrag wurde in den Bau-, Planungs- und Strukturausschuss verwiesen. Dort stellte die Verwaltung jedoch klar, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt keine dauerhafte Gehweglösung befürwortet. Hintergrund sind die Planungen zur baulichen Entwicklung östlich der Turnhalle sowie das künftige Baugebiet „In der Breede“. Zunächst solle die Bauleitplanung abgeschlossen werden, um Synergieeffekte bei den späteren Erschließungsarbeiten zu nutzen und die Wegeführung insgesamt sinnvoll zu gestalten.
Als Übergangslösung schlägt die Gemeindeverwaltung vor, mit Bordmitteln einen wassergebundenen Weg östlich der Straße anzulegen. Damit könne kurzfristig die Zugänglichkeit für die Kinder verbessert werden, ohne einer späteren Gesamtlösung vorzugreifen. Im Bauausschuss Anfang Februar wurde der Vorschlag kontrovers diskutiert. Die sachkundige Bürgerin Verena Sadlau (FWG) gab den Hinweis, es handele sich um eine Spielstraße, in der Fahrzeuge ohnehin Schrittgeschwindigkeit einhalten müssten und Fußgänger Vorrang hätten. Ratsmitglied Jan Smyczek (SPD) fragte nach den Kosten der Maßnahme. Eine konkrete Berechnung lag zunächst nicht vor, da die Arbeiten mit eigenen Mitteln des Bauhofs erfolgen sollten. Auf seinen Antrag hin wurde die Angelegenheit zunächst zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen.
Für die Sitzung des kommendne Hauptausschusses liegt nun eine Kostenschätzung vor: Rund 900 Euro würden für die Anlage des wassergebundenen Weges anfallen. Aus Sicht der Verwaltung ist die Maßnahme angesichts der überschaubaren Summe vertretbar und sollte umgesetzt werden. Perspektivisch soll im Zuge der Erschließung des Baugebiets „In der Breede“ eine dauerhafte Gehweglösung geschaffen werden.
zus. Quelle: Gemeinde


