Wadersloh (mw). Auch die Gruppe „ZIN19“ hat der MW-Redaktion einen Leserbrief zu der Diskussion um einen möglichen Unterstand (Carport) an der Hundewiese in Wadersloh zukommen lassen (MW berichtete). Die Initiative ZIN19 kritisiert, dass aus Spargründen ein Zuschuss von lediglich 800 Euro für einen Unterstand an der Hundewiese abgelehnt wird und damit bürgerschaftliches Engagement ausbremst werde. Gleichzeitig würden deutlich höhere Summen für ein Hochwasserschutzkonzept an der Glenne in Betracht gezogen, obwohl hierfür eigentlich die Stadt Lippstadt zuständig sei. Der Leserbrief im Wortlaut:
Leserbrief von ZIN19 zum Thema „Unterstand an der Hundewiese“
„Ja, es stimmt: Die Gemeinde Wadersloh muss angesichts der absehbar schwierigen Finanzlage den Gürtel enger schnallen. Doch ausgerechnet bürgerschaftliches Engagement mit einem Zuschuss von gerade einmal 800 Euro abzulehnen, ist nicht nur unverständlich – es ist ein fatales Signal an engagierte Bürgerinnen und Bürger. Dabei hat unsere Initiative ZIN19 seit Jahren wiederholt konkrete und realistische Einsparmöglichkeiten aufgezeigt, unter anderem den Verzicht auf die kostspieligen Blumenampeln an den Laternen. Offenbar wird jedoch lieber an anderer Stelle gespart.
Denn gleichzeitig wurde bereits vor gut einem Jahr im nichtöffentlichen Teil einer Ratssitzung ein „vorübergehendes Konzept zum Hochwasserschutz an der Glenne“ beschlossen. Dies, obwohl die Glenne vollständig auf Lippstädter Stadtgebiet liegt und seit der Eingemeindung Bad Waldliesborns im Jahr 1975 unmissverständlich feststeht, dass die alleinige Verantwortung hierfür bei der Stadt Lippstadt liegt.
Über die Höhe der dafür vorgesehenen oder bereits entstandenen Kosten – es dürfte sich um Summen im Zig-Tausenderbereich handeln – wurden die Bürgerinnen und Bürger bis heute nicht informiert. Transparenz? Fehlanzeige. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Der Eindruck drängt sich auf, dass hier bereitwillig Steuergelder an Nachbarkommunen verteilt werden, während man vor Ort engagierten Bürgern selbst kleinste Beträge verweigert.
Sparen ja – aber bitte mit Augenmaß, Fairness und vor allem Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Bürgern. Alles andere untergräbt Vertrauen. Oder anders gesagt: Gespart wird nicht dort, wo es wehtut, sondern dort, wo es am einfachsten ist.“
Leserbrief von ZIN19
Anm. d. Red.: Leserbriefe spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Mein-Wadersloh.de behält sich eine Veröffenlichtung und die Kürzung von Einsendungen vor.
Quelle: ZIN19


