Wadersloh (mw/bb). Der Umweltausschuss der Gemeinde Wadersloh befasst sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Januar, u.a. mit dem aktuellen Sachstand zur Änderung des Regionalplan Münsterland. Die Verwaltung stellt dabei die wesentlichen Ergebnisse des jüngsten Änderungsverfahrens vor, das zum 17. April 2025 rechtswirksam wurde. Hintergrund ist die umfangreiche Anpassung des Regionalplans an den Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen sowie an den Bundesraumordnungsplan für den Hochwasserschutz. In dem mehrstufigen Verfahren hatte sich die Gemeinde Wadersloh mehrfach eingebracht und eigene Entwicklungsinteressen formuliert.
Ein zentrales Thema ist das neu eingeführte Siedlungsflächenpotentialmodell, das Kommunen mehr Flexibilität bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen ermöglichen soll. Künftig können bestimmte Flächen am Siedlungsrand – etwa bislang landwirtschaftlich genutzte Areale – innerhalb festgelegter Kontingente ohne aufwendiges Regionalplanänderungsverfahren entwickelt werden. Aus Sicht der Verwaltung konnten die von Wadersloh gewünschten Potentialflächen größtenteils berücksichtigt werden. Dazu zählt unter anderem eine Erweiterung südlich der B 58 im Bereich des Ortsteils Wadersloh.

Nicht berücksichtigt wurde hingegen die gewünschte Flächendarstellung im Bereich des ehemaligen Paschen-Geländes (Stromberger Straße). Hier verweist die Bezirksregierung Münster weiterhin auf das Gewerbegebiet Centraliapark entlang der B 58 als regionalen Gewerbeentwicklungsschwerpunkt. Zugleich signalisiert sie ein geringfügiges Erweiterungspotential im Paschen-Bereich.
Unklare Signale zur WLE-Strecke: Gemeinde vermisst eindeutige Positionierung seitens der Bezirksregierung
Auch die Zukunft der WLE-Strecke ist Bestandteil der Beratungen. Während der Abschnitt Münster–Sendenhorst bereits in der Reaktivierungsphase für den Personennahverkehr ist (MW berichtete), bleibt eine klare Festlegung zur Reaktivierung der Gesamtstrecke (also auch das Gemeindegebiet Wadersloh) aus. Zwar werden die Abschnitte Münster–Sendenhorst und Sendenhorst–Warstein im Regionalplan gleichrangig genannt, eine eindeutige politische Positionierung der Bezirksregierung zugunsten der Gesamtstrecke fehlt jedoch. Dies stößt bei der Verwaltung auf Kritik, da vorliegende Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen aus ihrer Sicht für eine vollständige Reaktivierung sprechen.
In der Sitzung des Umweltausschusses am 28. Januar werden die entsprechenden Karten, Flächen und Hintergründe vorgestellt, ist der Mitteilungsvorlage der Gemeindeverwaltung zu entnehmen.
Quelle: Mitteilungstext der Gemeinde Wadersloh (Bürgerinfosystem), Fotos: mw/bb.


