Wadersloh (mw/bb). Die Tradition des Maibaumaufstellens in Wadersloh ist nicht nur groß, sie ist großartig. In luftiger Höhe ist das Wahrzeichen für den dörflichen Zusammenhalt seit Sonntagmittag noch aus vielen Kilometern auszumachen. Die bunt gemischten Wappen an den Querstangen zeigen, wie sehr auf dem Dorf an einem sprichwörtlichen Strang gezogen wird. Der „neue“ Maibaum (360 kg schwer, 15 Meter hoch, gewachsen im Nachbardorf Liesborn) feiert in diesem Jahr auch noch Jubiläum: Seit fünf Jahren wird die beliebte Tradition wieder ausgerichtet. Eine weitere besondere Premiere bereicherte das Rahmenprogramm und richtete sich vor allem an Personen ohne Höhenangst: Die Premiere des Maibaumkletterns.
Bestes Wetter, interessierte Besucherinnen und Besucher, ein spielfreudiges Fanfarencorps und bestens gelaunte Veranstalter: Der Heimatverein Wadersloh konnte zufrieden sein mit dem reibungslosen Maibaumaufstellen in Waderslohs guter Stube. Auf dem Kirchplatz von St. Margareta zeichnete sich ab, was der Maibaum bewirken kann: Er bringt die Menschen zusammen. Pünktlich zum Beginn des Wonnemonats Mai strömten die Gäste ins Dorfzentrum und genossen das gesellige Beisammensein, Bratwurst, Bier und den Sonnenschein. Unter fachkundiger Anweisung von Hermann Bühlbecker und dem Maibaum-Orga-Team des Heimatvereins verfolgten hunderte Augenpaare gespannt den gemeinsamen Kraftakt der Aufrichtung des majestätisch anmutenden Maibaums.

Der Maibaum als Zeichen für das dörfliche Miteinander
„Eine Gemeinschaft ist ein verbindender, zusammenführender Ort, wo Freundschaft, Tatkraft, Idealismus und Toleranz herrschen – wie heute hier vor unserer Kirche mit wunderbaren Menschen. Lasst uns ein Ort für alle sein, wo viele viel erreichen“, begrüßte Winfried Schlieper, Vorsitzender des Heimatvereins Wadersloh, die Anwesenden. Im Anschluss sprach er aus Sicht des Maibaums: „Betrachtet mich genau und denkt stolz daran, dass einer alleine nichts erreichen kann! Geschmückt und verziert, mit viel Elan sind die vielen Zeichen angebracht, sie sind wieder eine wahre Pracht. Zeichen, die für die Berufe stehen, für die es sich lohnt, ins Dorf zu gehen. […]“

In Zusammenarbeit mit dem Alpenverein Beckum konnten Wagemutige den Maibaum erklimmen. Siegfried Räcke und Ralf Bentlage vom Kletterzentrum in Beckum hatten dazu die passende Sicherheitsausrüstung mit dabei. „Etwas anders sind die Bewegungen schon. Da ist kein Fels, an dem hochklettert. Es ist mehr ein Umklammern“, beschreiben die beiden erfahrenen Kletterer die Herausforderung. Die ersten beiden erfolgreichen Maibaum-Gipfelstürmer waren Lars Wahner und Lucy Jemella. Beide schafften es bis nach oben und ließen sich unter tosendem Beifall am Sicherheitsseil wieder auf den Boden hinabgleiten. Ursprünglich schon 2020 geplant, war die verspätete Maibaumklettern-Premiere ein großer Erfolg.
Unterstützt wurde das Aufstellen von Gewerbetreibenden und den Gewerken. Musikalisch unterstützte der Fanfarencorps Wadersloh. Die Einnahmen des Getränkestands, der von der Kolpingjugend betrieben wurde, gehen als Spende in die Kolping-Ferienlager-Kasse. Für die Sicherheit sorgte das Team der DRK Bereitschaft Wadersloh.
Bildergalerie: Maibaumaufstellen 2023























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