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Gemeinsam über Kontinente hinweg gegen Corona: Wadersloherinnen rufen zum Sponsorenlauf für den guten Zweck auf

Wadersloh (mw/pm). Im vergangenen Jahr berichtete Mein-Wadersloh.de von dem Engagement von Maria Rassenhövel und Simone Hauptmeier. Die beiden Wadersloherinnen waren im November 2019 im Rahmen eines Partnerschaftsprojekts der KLJB im Bistum Münster für drei Wochen in Brasilien. Nun organsieren sie gemeinsam mit fünf weiteren Mitstreitern einen Sponsorenlauf, um die Kleinbauern in dem südamerikanischen Land in der Corona-Zeit zu unterstützen.

„Wir hatten eine richtig gute Zeit dort und haben viele Freundschaften geschlossen. Dieses Jahr könnten wir wegen der aktuellen Situation vermutlich nicht nach Brasilien reisen. Wie auch wir hier ist auch Brasilien vom Corona-Virus betroffen. Allerdings ist die Ausgangssituation in Brasilien deutlich schlechter, da die medizinische Versorgung nicht für alle ausreicht und es kaum Intensivstationen mit Beatmungsgeräten gibt. Zudem haben viele Brasilianer*innen ihre Jobs verloren und dadurch auch ihr Einkommen, weshalb sie sich keine Lebensmittel mehr leisten können. Auch die Kleinbauern können ihre Ernte nicht auf den Märkten verkaufen und verdienen somit kein Geld“, berichten Simone und Maria. So war die Idee für einen Sponsorenlauf entstanden, zu dem nun alle herzlich zum Mitmachen eingeladen sind – ob alleine, mit Freunden oder mit der Fußballmannschaft.

„Großveranstaltungen sind ja aktuell nicht möglich. Deshalb läuft jeder für sich selbst oder mit Freunden in kleinen Gruppen. Ihr könnt joggen, spazieren, Fahrrad fahren, rudern oder was euch sonst noch einfällt. Hauptsache ihr findet Sponsoren die euch für eure Kilometer finanziell unterstützen“, freuen sich die beiden Wadersloherinnen über jede künftige Mitlauf- und Mitmachunterstützung. Mit dem gesammelten Geld soll in Brasilien den Kleinbauern die Ernte abgekauft werden und die Lebensmittel an die Menschen verteilt werden, welche sich nun kein Essen mehr leisten können. „Auch unsere Freunde in Brasilien laufen am Aktionswochende mit. Gemeinsam über Kontinente hinweg gegen Corona! Wir hoffen, dass so viele wie möglich mitmachen und vielleicht könnt ihr ja auch gegen andere Ortsgruppen antreten, wer die meisten Kilometer sammelt“, sagt Simone Hauptmeier und schnürt schon die Laufschuhe.

Wenn es Personen gibt, die sich nur als Sponsor oder Spender beteiligen möchten, können diese sich gerne per Mail melden (maria.rassenhoevel@web.de oder simone.hauptmeier@web.de). Es kann auch eine Spendenquittung ausgestellt werden. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Landjugend Münster (externer Link).

Hintergrund: Das Partnerschaftsprojekt der CPT und der KLJB im Bistum Münster

Seit 2012 hat die KLJB im Bistum Münster eine Freundschaft zu dem Projekt der CPT (Pastoralkommission der Bischofskonferenz in Brasilien). Das Projekt unterstützt rund 1.600 Kleinbauern im Nordosten Brasiliens, Land zu erhalten, Siedlungen aufzubauen und solidarisch miteinander zu leben. Die KLJB hat in den vergangenen Jahren dabei geholfen, das Bildungszentrums der CPT mit aufzubauen. Hier geht es um Netzwerke, Anbaustrukturen, Wertschöpfungskreisläufe und Gesundheit. Durch die Freundschaft mit der KLJB entstand die Idee, eine eigene Jugendorganisation innerhalb der CPT aufzubauen. Gegenseitige Besuche sollen die Freundschaft stärken. Von der KLJB Wadersloh haben sich Maria Rassenhövel und Simone Hauptmeier 2019 auf den Weg nach Brasilien gemacht.

Quelle: Simone Hauptmeier, Foto: Privat


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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