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Museum Abtei Liesborn: „Dritter Ort“ – Eine einmalige Chance für Vereine und die Kulturlandschaft

Liesborn (mw/bb). Kulturschaffende und Vereine haben es in diesem Jahr alles andere als einfach. An vielen Stellen muss durch die Corona-Pandemie neu gedacht werden. Digitale Chorprobe, Digitale Vorstandstreffen, verschobene Schützenfeste und Musikfestivals. Durch neue Möglichkeiten der Kommunikation ist in den letzten Jahren aber auch vieles möglich geworden, was früher undenkbar gewesen wäre. Trotz der sozialen Distanzierung könnten Gruppen und Vereine ab dem kommenden Jahr auf vielen Ebenen näher zusammenrücken, um gemeinsam den Kulturort Liesborn und auch die ganze Gemeinde Wadersloh voranzubringen. Mit dem Konzept der „Dritten Orte“ könnte ein Pilotprojekt ins Liesedorf geholt werden, dass das Beste aus der analogen und digitalen Welt miteinandern verknüpft. Am Freitagabend fand dazu eine Info-Veranstaltung im Museum statt.

Zugegeben: Man muss sich schon ein wenig mit der Begrifflichkeit des „Dritten Ortes“ auseinandersetzen, um zu verstehen, welche Chance hier für Liesborn und die Großgemeinde Wadersloh schlummert. Die historischen Abteigemäuer könnten im Zuge des anstehenden Umbaus künftig eine völlig neue Möglichkeit für das Vereins- und Kulturleben bieten, die in dieser Form einmalig in Deutschland wäre. Was genau würde auf uns in Wadersloh, Diestedde und Liesborn zukommen? Das versuchten der Kreis Warendorf, das Team des Museums Abtei Liesborn und die Projektbegleiter der „BOK + Gärtner GmbH“ im Rahmen eines Info- und Diskussionsabends den engagierten Vertretern der Vereine und Gruppen aus allen drei Ortsteilen zu vermitteln.

Foto: BOK+

Was steckt hinter dem Projekt? Grundsätzlich soll der ländliche Raum weiter belebt werden, in dem das Vorhandene genutzt und weiter ausgebaut wird. Und alle dürfen dabei mitgestalten. Der „Dritte Ort“ ist dabei als Ort zu verstehen, an dem man sich zwanglos treffen und austauschen kann (1. Ort: Das eigene Zuhause, 2. Ort: Der Arbeitsplatz). Vor allem im Bereich der Kultur, aber auch in vielen weiteren Bereichen könnte sich neue Möglichkeiten ergeben: Theater, Lesungen, Vorträge, Chorproben, Vereinstreffen: ein bunter Nutzungsmix ist geplant, der Kultur und Bildung sowie Begegnung und Vernetzung in den Mittelpunkt stellt und auch dazu dienen soll, das Wissen weiterzugeben. Als sogenannter „Digital Cultural Hub“ soll das Pilotprojekt in Liesborn ein Ort für (digitale) Bildung, Kultur und Begegnung werden, dass auf drei Säulen aufbaut: Ein Begegnungsraum , ein Bildungsort (für z.B. Workshops) und eine Digitale Kulturplattform. Viele Ideen und Möglichkeiten also, um ein Leuchturmprojekt für Wadersloh auf den Weg zu bringen!

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Doch zuvor gilt es, Ideen zu entwickeln. Bis zum 31. August muss ein Konzept eingereicht werden, damit der Kreis Warendorf bei der NRW-weiten Ausschreibung berücktsichtigt wird. 450.000 Euro Fördermittel stünden dann zur Verfügung, um künftig viele nachhaltige Ideen für Kultur- und Vereinsleben umsetzen zu können. Um gemeinsam Ideen zu entwickeln,wird es vier Workshops im Museum geben geben:

  • Workshop I am 14. Juli, 17 Uhr: Detailplanung Inhalt (1)
  • Workshop II am 16. Juli, 17 Uhr: Detailplanung Inhalt (2)
  • Workshop III am 06. August, 17 Uhr: Raum- und Ressourcenplanung
  • Workshop IV am 11. August, 17 Uhr: Entwicklung Trägerstruktur

Wenn alles klappt und das Konzept überzeugt, dann würde das Projekt von 2/2021 bis 12/2023 gefördert. Anschließend soll sich das Projekt selbst tragen.

Weiterführende Infos

Präsentation vom Diskussionsabend (PDF)

Foto/Text: B. Brüggenthies


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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