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Langsam kehrt die Normalität zurück: Heimische Gastronomie blüht nach der Corona-Krise auf

Wadersloh/Liesborn (mw/bb). Heimatliebe geht durch den Magen. Die letzten Monate waren für die heimischen Gastronomiebetriebe alles anders als leicht. Nach der Schließung der Restaurants und Kneipen mussten sich auch die örtlichen Gastronomen entscheiden, wie es weitergeht. Mit den Corona-Lockerungen Anfang Mai stellte sich wieder ein wenig Normalität ein. Die Gastronomen sind vor allem eines: Dankbar!

Willi Karger und sein Team freuen sich über den Beginn der Eissaison und ein Stück Normalität in der Gastwirtschaft

Willi Karger lächelt über das ganze Gesicht: Bei schönstem Sommerwetter ist die Terrasse seine Cafés „Miss Elly“ heute seht gut besucht. „Die Leute konnten es kaum erwarten, wieder unser hausgemachtes Eis zu essen“; strahlt der Hotelier. Während sich der Sitzabstand etwas vergrößert hat, rücken die Menschen wieder näher zusammen. Im März hatte Karger durch die coronabedingte Schließung die Öffnungszeiten eingeschränkt und in den Folgewochen Eis und Kuchen nur zur Abholung angeboten. „So konnten wir den Kontakt zu unseren Gästen aufrechterhalten. Dadurch haben wir die ersten Wochen noch gut überstanden“; sagt Willi Karger. Dennoch merkt er, dass die Leute noch zurückhaltend sind. Viele rufen vorher an und erkundigen sich, ob das Café geöffnet ist. Langsam geht es nun wieder los. Nur das Frühstücksbüfett kann momentan noch nicht stattfinden und der Hotelbetrieb läuft noch auf Sparflamme.

Einige Meter vom „Miss Elly“ entfernt stellt sich auch beim Hotel Kampana etwas mehr Normalität ein. Valentina Pätkau hatte das Hotel zu Beginn des Jahres übernommen. Und bevor es richtig losging, erfolgte der „Lockdown“. Für die Geschäftsführerin, ihre Familie und das Team eine schwere Zeit. „Wir lassen es nun erst einmal langsam angehen“, sagt sie. Mit dem kompletten Stillstand hatte sie nicht gerechnet Zumal man sich schon sehr auf das Kneipenfestival und das Schützenfest gefreut hatte. Nun aber läuft der Restaurantbetrieb wieder an. Ein neues Kaffee- und Kuchenangebot lässt sich auch auf der gemütlichen Terrasse genießen und alle Speisen gibt es auch zur Mitnahme.

Elena und Sophie Janzen vom Grillhaus am Dreischenhoff sind dankbar, dass die Kunden die heimische Gastronomie unterstützen.

Gute Laune und gutes Essen steht auch bei Familie Janzen im Mittelpunkt. Im Grillhaus am Dreischenhoff warten die ersten Gäste auf die Abholung ihrer bestellten Mantaplatten und Burger. Elena und Sophie Janzen stehen hinter einer Plexiglasscheibe und nehmen die Bestellungen gegen. Auch wenn man noch nicht wieder vor Ort essen kann, wird das Mitnahmeangebot hervorragend genutzt. Knapp 4 Wochen lang hatte der Imbissbetrieb komplett geschlossen. Nicht nur die Stammkunden konnten es kaum erwarten, wieder Pommes und Bratwurst zu kaufen. „Unsere Kunden erkundigten sich sehr oft bei uns und sprachen uns viel Mut zu. Wir sind allen unendlich dankbar für ihre Treue und freuen und sehr, dass wir nun wieder normale Öffnungszeiten haben. Es ist nun fast wieder vor der Coronazeit“, sagt Elena Janzen und reicht ein Schnitzel über den Tresen.

Familie Scholhölter hofft, dass die Liesborner auch weiter die regionalen Anbieter unterstützen

Auch im Nachbarort Liesborn ist man guter Dinge. In der Bäckerei Scholhölter weisen Hinweisschilder auf das Abstandhalten hin. In der Familienbäckerei halten sich die Kunden an die neuen Vorgaben und kaufen dankbar Brötchen, Brot und Kuchen ein. Auch wenn es kleinere Anpassungen der Öffnungszeiten gibt, ist Familie Scholhölter derzeit zufrieden. An den Wochenenden wird der zweite Eingang geöffnet, so dass ein Rundlauf entsteht. Der süße Kuchen und die frischen Frühstücksbrötchen entschädigen für die kleinen Wartezeiten. Die Traditionsbäckerei hat sich auf die neue Situation eingestellt.

Iris und Anne Dyballa freuen sich über die Wiedereröffnung ihres Restaurants „Zum Lieschen“ nach der Corona-Sperre

In seine Mitte aufgenommen hat das Liesedorf auch die beiden Neugastronomen Anne und Iris Dyballa. In ihrem Restaurant „Zum Lieschen“ warten viele spannende Gerichte darauf, konsumiert werde. Auf Wunsch auch zum Mitnehmen. Wer vor Ort „Lieschenpfanne“ und Burger probieren möchte, kann es sich aber auch im neugestalteten Biergarten vor der Gaststätte gemütlich machen. Erst am 1. Februar hatte das Restaurant die Pforten geöffnet. Trotz der Schließung ist das Ehepaar Dyballa aber immer optimistisch geblieben: „Wir fühlen und hier sehr wohl in Liesborn und freuen uns auf viele Gäste!“

Corona hat vieles durcheinander gebracht. Für die heimische Gastronomie werden die nächsten Monate eine Herausforderung bleiben. Wie man die heimischen Gasstätten und Imbisse am besten unterstützen kann? Eine Reservierung tätigen, das Essen und Trinken in den Wadersloher Ortsteilen genießen und den Gastronomen ein Lächeln schenken.

Fotos/Text: B. Brüggenthies
Dieser Beitrag ist auch in der aktuellen „WDL aktuell“ nachzulesen


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