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Coronavirus: Auch Wadersloh, Liesborn und Lemkerberg sagen ihre Schützenfeste ab [PRESSEMITTEILUNG]

Wadersloh/Liesborn/Diestedde (mw/pm). Nach Corona-bedingter Absage der Schützenfeste durch die Schützenbruderschaft St. Georg Göttingen, dem Schützenverein Diestedde und der Geister Schützen schaffen nun auch die weiteren Schützenvereine der Großgemeinde mit einer Absage ihrer diesjährigen Schützenfeste Fakten.  Auch in Liesborn, Wadersloh und Lemkerberg wird es in diesem Jahr kein Schützenfest geben, teilten die Ausrichter in einer Pressemitteilung mit.

In den letzten Wochen hatten bereits mehrere Abstimmungsgespräche der Vorstände der Wadersloher Schützenvereine aus Diestedde, Liesborn-Göttingen, Lemkerholz-Lemkerberg, Liesborn, Wadersloh und Wadersloh-Geist stattgefunden. Wiederholt hatte man sich hier für eine einheitliche Vorgehensweise unter den Vereinen der Großgemeinde ausgesprochen. Anfänglich war das Meinungsbild noch verhalten optimistisch, die Termine der weiteren Schützenfeste einhalten zu können.

„Keiner von uns Aktiven konnte sich bis vor Kurzem einen Sommer ohne sein traditionelles Schützenfest vorstellen“, sagt Stefan Laackmann, der 1. Vorsitzende des Schützenvereins Liesborn e. V.. Schließlich stelle jedes dieser Feste „einen Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben des jeweiligen Ortsteiles dar“, konnte ihm Rudolf Vienenkötter als Oberst und 1. Vorsitzender der Margarethenschützen beipflichten. Aber auch die Wadersloher Schützen haben sich nun für eine Absage entschieden.

In der Pressekonferenz des Robert-Koch-Instituts am 25.03.2020 wurde wiederholt der Satz geäußert: „Wir sind am Anfang der Epidemie.“. Somit gehen auch die Schützenvereine nicht von einem mittelbaren Ende der Krise aus. „Niemand weiß, wie die Situation in einigen Wochen bzw. Monaten aussehen wird. Wir werden alle Veranstaltungen absagen müssen“, ließ  Andreas Kuckuck, 1.Vorsitzender des Schützenvereins Lemkerholz-Lemkerberg e. V. durchblicken.

Die Notwendigkeit, bereits in diesen Tagen eine Entscheidung zu treffen, ergibt sich einerseits aus den Verbindlichkeiten, die man gegenüber Dritten wie den Tanz- und Musikkapellen, den Festwirten, und vielen weiteren Vertragspartnern eingeht. Alle Verantwortlichen sind sich darüber bewusst, dass man auch eine wirtschaftliche Verantwortung nicht aus den Augen verlieren darf. Aber ausschlaggebend für die gemeinsame Absage war vielmehr die gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die man in dieser Situation gegenüber den Schützenschwestern und -brüdern, allen Gästen sowie gegenüber der gesamten Bevölkerung trägt.

„Wir haben diese Entscheidung schweren Herzens und in Verbindung mit unserer Gemeindeverwaltung getroffen“, erklärt der Oberst der Liesborner Schützen Karl-Heinz Grothues. Letztendlich sind sich die Verantwortlichen der Vereine einig, dass die momentane Situation und die unvorhersehbare Entwicklung leider kein anderes Vorgehen zulässt. Es ist nicht angezeigt, ein Fest in dieser Größe zu feiern, während möglicherweise zahlreiche Menschen im Krankenhaus aufgrund des Corona Virus um ihr Leben kämpfen. Eine Möglichkeit, die jeweiligen Feste auf einen späteren Termin im Jahresverlauf zu verschieben, wird allgemein nicht gesehen.

Ein besonderer Dank gilt daher allen amtierenden Königspaaren, die sich in Gänze dazu bereit erklärt hatten, ihre Regentschaft aufgrund der außergewöhnlichen Situation zu verlängern. Allen Verantwortlichen war es sehr wichtig, diese schwierige Entscheidung in der Vereinsgeschichte solidarisch gemeinsam auf einem breiten Fundament zu treffen. „Auch jetzt wird niemand von uns den Kopf in den Sand stecken. Wir werden in einiger Zeit darauf zu steuern im kommenden Jahr wieder ein Schützenfest zu feiern“, so Oberst Norbert Pinkerneil vom Schützenverein Lemkerholz-Lemkerberg e. V.

Quelle: Schützenverein Wadersloh e.V., | Archivfotos: Brüggenthies


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