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Fassungslosigkeit nach Pferdetod am Mühlenweg

Diestedde (mw/bb). Auf der Pferdekoppel an der Fischtreppe spielten sich am Mittwochnachmittag dramatische Szenen ab: Fast fünf Stunden lang dauerte der verzweifelte Todeskampf eines zwei Jahre alten Pferdes. Der Grund: Unbekannte Passanten hatten dem Tier verdorbene Lebensmittel zu Fressen gegeben. Bis in die Abendstunden hofften die Besitzer und ein herbeigerufener Tierarzt, das Pferd noch retten zu können. Leider vergeblich.

Es sind Bilder, die traurig machen und zugleich ein Appell an die Menschen ist, besser Acht zu geben, was man den Tieren von Zuhause mitbringt. „Es ist nicht das erste Mal, das völlig vergammelte Speisen in die Futtertröge geschmissen werden“, ringt Besitzer Rainald Gehringhoff mit seiner Fassung. Das Tier hatte er vor zwei Jahren zum Teil selbst mit der Flasche großgezogen. Nala gehörte zur Familie. Der Anblick des toten Pferdes ist für ihn kaum zu ertragen, zumal große Hinweisschilder an den Zäunen eindringlich davor warnen, die Tiere zu füttern und darauf zu achten, dass die Lebensmittel noch genießbar sind. „Unseren beiden Hängebauchschweinen hätte das vielleicht nicht ganz so viel ausgemacht, aber die sehr empfindlichen Verdauungssysteme der Pferde reagieren sofort auf verdorbene Speisen“, sagte Gehringhoff im Gespräch mit Mein-Wadersloh.de.

Am Nachmittag wurde aufgrund der akuten Situation direkt ein Tierarzt angefordert. Sofortmaßnahmen schlugen jedoch nicht an und das Pferd ließ sich nicht verladen. Nach fast fünf Stunden Todeskampf führte die Kolik dazu, dass das Pferdeherz aufhörte zu schlagen. Am Donnerstagmorgen wurde das Pferd in eine sogenannte Tierbeseitigungsanstalt gebracht. „Wir sind fassungslos über diesen Vorfall und appelieren an alle Passanten, die Pferde, Schafen und Ziegen nicht zu füttern. Und auch die Hängebauchschweine essen nur das, was noch genießbar ist“, so Rainald Gehringhoff.

Fotos/Text; B. Brüggenthies


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